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Aktuelles

Die Nominierten des Leipziger Bewegungskunstpreises 2015

Exklusive Aufführung beim Bewegungskunst-Festival vom 4. bis 6. Februar 2016

18.09.2015 Kultur

DARK-STAR

DARK-STAR , Quelle: Sebastian Schimmel

Die Jury des Leipziger Bewegungskunstpreises hat aus dem mit 25 Produktionen erneut größten Bewerberfeld seit Bestehen des Leipziger Bewegungskunstpreises fünf Nominierte benannt. Diese Produktionen werden im Bewegungskunst-Festival im Februar 2016 aufgeführt. Folgende Produktionen sind ausgezeichnet:

Heike Hennig WALD
Jurybegründung: Der fantasievolle szenische Streifzug open air durch den Auwald zeichnet den Jahreszeitenwechsel nach. Bewegung und Begegnung gibt es dabei nicht nur mit Flora und Fauna, sondern auch mit mythologischen Motiven und der Musik verschiedener Kulturen. In freier Assoziation spielen die einzelnen Stationen mit der Metaphernfülle des Waldes. Wenn Jogger und Spaziergänger den Weg kreuzen, verdutzt innehalten, entfaltet die Produktion vollends ihre eigentümliche Kraft: Der vermeintlich altbekannte Wald erhält in diesem federleichten Stück Naturpoesie ein völlig neues Antlitz.

DAS ÜZ und pipidasdas mit DARK STAR - FIGHT THE BOMB, FIGHT THECRISIS
Jurybegründung: Inspiriert vom Kultfilm "Dark Star" (1974) ruft der Science-Fiction-Rätselabend zur Zuschauerkooperation. Gemeinschaftliches Agieren ist Grundbedingung, damit die Handlung vorangeht. Das bis in ihre Erschöpfung hinein intensiv agierende Darstellerduo, das via Intercom Problemlösungen vom Publikum erbittet, begeistert. Darüber hinaus gelingt es der Produktion, mit den Mitteln des Off-Theaters die aufwändigen, derzeit im Stadttheatertrend stehenden Interaktions-formate nicht zu konterkarieren, sondern etwas Eigenständiges zu schaffen.

PENG! Palast mit FIGHT! PALAST #membersonly
Jurybegründung: Der inszenierte Arenakampf, in dem sich die Performer zu vorangestaute Wut aus dem Bauch prügeln, ist frei von Selbstentblößungsklischee und Darstellertristesse. Exakt im Timing, handwerklich versiert und auch in den Kickbox-Sparring-Szenen überzeugend, entsteht ein intensiver Abend und das Publikum ist unmittelbar dabei. Man merkt dieser Inszenierung nicht an, dass sie einem langen Probenprozess entstammt - weil sie genau einem solchen entstammt.

Schau-Ensemble mit CAMUS
Jurybegründung: Die räumlichen Optionen der Schaubühne werden für diesen Abend der Perspektivwechsel treffend in Szene gesetzt: distanzierte Totale, intimes Kammerspiel, fast klaustrophobische Enge. So zieht ein Stationentheater vorüber, das Leben und Werk Albert Camus' zur dramatischen Einheit zu verdichten weiß - und mit den Mitteln der Sprache, des Spiels, des Tanzes und des Films jenseits einer rein intellektuellen Annäherung eine Empfindung für das Absurde und die Sinnlosigkeit der Existenz heraufbeschwört.

erweiterte zugeständnisse leipzig/wien mit ABGÄNGE
Jurybegründung: In diesem gedankenscharfen Mix aus Lesung, Schauspiel und Installation sind die bitter-schönen Kopfwelten des Schweizer Autors Markus Werner zu entdecken und bewundern. Das alte Thema Liebe umarmt die Zuschauer im Sinnsuchen mit einer existentialistischen Tiefe, die tatsächlich Neues zum Menschsein preisgibt. Verena Noll und Andreas Gugliemetti schaffen dies ohne Emotionsschlacht über eine wohltuend unmoderne Haltung konzentrierter Aufmerksamkeit und hoher Verletzlichkeit - exzellent auch in Sprache und Spreche!

Vom 4. bis 6. Februar 2016 kommen alle fünf Nominierten in einem Festival exklusiv zur Aufführung. Gespielt wird in LOFFT, Schaubühne Lindenfels und der naTo. Anschließend wird der Gewinner des Bewegungskunstpreises 2015 gekürt sowie ein von der aus aus fünf Leipziger Kulturexperten bestehenden Jury initiierter Sonderpreis vergeben. Der Leipziger Bewegungskunstpreis wird erstmals im Februar verliehen, um so mehr Aufmerksamkeit für das neu geschaffene Festival zu ermöglichen. Außerdem benötigt ein Festival dieser Größenordnung eine intensivere und längere Vorbereitung sowohl für die Veranstalter als auch für die beteiligten Häuser und vor allem für die aufführenden Künstler. Die Leipziger Freien Szene feiert so einen würdigen Jahresbeginn, der den Nominierten mehr - auch überregionale - Anerkennung zukommen lässt. Der Vorverkauf für das Festival startet Anfang Januar an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei.

www.bewegungskunstpreis.de


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Marcus Jaeger

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