Digitaler Alltag in Leipzig – wo Technik bereits eine Rolle spielt

Eine Smart City zeigt sich im Alltag selten durch eine einzelne neue Technik. Entscheidend ist, ob digitale Angebote Wege verkürzen, Informationen schneller zugänglich machen oder Dienste einfacher nutzbar machen. In Leipzig betrifft das Behördengänge, den öffentlichen Verkehr und das Bezahlen. Die Stadt verfolgt dafür eine Digitalstrategie und bündelt Angebote online.

Behördengänge lassen sich teilweise online erledigen

Viele Verwaltungsleistungen beginnen heute nicht mehr zwingend am Schalter. Leipzig stellt über sein Service-Portal Online-Angebote bereit und bündelt Funktionen in der Leipzig App. Dort finden Bürger Informationen und städtische Services an einer zentralen Stelle.

Teilweise muss die Behörde jedoch eindeutig feststellen können, wer einen Antrag stellt. Dafür kommt die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises zum Einsatz. Nutzer weisen ihre Identität elektronisch nach und können geeignete Verwaltungsleistungen ohne persönlichen Termin zur Identifikation erledigen.

Die verwendete Identitätsfunktion stammt nicht aus einem eigenen Leipziger System. Sie gehört zur bundesweiten Infrastruktur des deutschen Personalausweises und steht für andere Online-Dienste zur Verfügung.

Mobilität wird über Apps miteinander verknüpft

Besonders sichtbar ist die Digitalisierung im Leipziger Verkehr. Die App LeipzigMOVE verbindet Verkehrsmittel in einer Anwendung. Nutzer können Verbindungen suchen und Angebote wie Straßenbahn, Bus, Flexa, Bikesharing, E-Scooter oder Taxi einbeziehen. Einige Leistungen lassen sich direkt über die App buchen und bezahlen.

Auch beim Ticketkauf treffen klassische Infrastruktur und digitale Technik aufeinander. In Straßenbahnen und Bussen der Leipziger Verkehrsbetriebe stehen Ticketautomaten zur Verfügung, an denen Fahrgäste kontaktlos mit geeigneten Bankkarten, Smartphones oder Smartwatches bezahlen können.

Bezahlen funktioniert zunehmend kontaktlos

Kontaktlose Zahlungen gehören zum Stadtalltag. NFC-fähige Bankkarten übertragen die für den Zahlungsvorgang nötigen Daten an ein geeignetes Terminal. Smartphones und Smartwatches können dafür genutzt werden, wenn dort eine unterstützte Karte hinterlegt ist.

Dienste wie Apple Pay oder Google Pay schaffen dabei kein eigenes Geldsystem. Die Zahlung läuft weiterhin über die hinterlegte Karte und beteiligte Zahlungsdienstleister. Das Smartphone oder die Uhr ersetzt am Terminal die physische Karte.

Der Online-Ausweis braucht besonderen Schutz

Bei Verwaltungsleistungen mit Identitätsprüfung spielt Sicherheit eine wichtige Rolle. Der elektronische Identitätsnachweis soll verhindern, dass andere Personen die Identität des Ausweisinhabers unbefugt verwenden.

Beim deutschen Online-Ausweis kommen der Chip im Ausweisdokument, eine persönliche PIN und die AusweisApp zum Einsatz. Ein NFC-fähiges Smartphone kann dabei als Kartenleser dienen. Geht der Ausweis verloren, lässt sich seine Online-Ausweisfunktion sperren.

Damit unterscheidet sich dieses Verfahren von einer gewöhnlichen Anmeldung mit Benutzername und Passwort. Der Online-Ausweis dient dazu, die Identität gegenüber einem Dienst elektronisch nachzuweisen.

Blockchain kann neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen

Im Zusammenhang mit Smart Cities fällt gelegentlich der Begriff Blockchain. Die Technik kann Daten und Transaktionen so dokumentieren, dass nachträgliche Änderungen nachvollziehbar bleiben. Bekannt ist sie vor allem durch Kryptowährungen. Wer genauer verstehen möchte, wie Blockchains funktionieren und welche Rolle Kryptowährungen und Wallets dabei spielen, findet auf https://blockchainwelt.de/ weiterführende Informationen.

Für viele städtische Aufgaben ist eine Blockchain nicht erforderlich. Ein Bürgerkonto, eine Fahrkarten-App oder eine kontaktlose Kartenzahlung lässt sich mit herkömmlichen Datenbanken und bestehenden Zahlungsnetzen betreiben. Interessant könnte die Technik dort werden, wo mehrere voneinander unabhängige Stellen gemeinsame Datensätze oder digitale Nachweise verwalten. Ein Beispiel wären digitale Bildungs- oder Qualifikationsnachweise, deren Echtheit Behörden, Hochschulen und Arbeitgeber prüfen müssen.

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