Stadtschwärmer Leipzig
Wer keinen Insider kennt, schnappt sich dieses Buch und wird an die liebsten Orte von waschechten... Weiterlesen
Der deutsche Sommer hat sich verändert. Wenn das Thermometer mal wieder weit über 30 Grad anzeigt, lassen selbst robuste Stauden irgendwann die Triebe hängen und die Rasenfarbe geht langsam von Grün in ein trauriges Gelb-Braun über. Nicht nur die Menschen wissen oft nicht, wie sie mit den ungewohnten Temperaturen umgehen sollen. Auch die Pflanzen sind auf diese Hitze nicht vorbereitet. Es gibt aber Möglichkeiten und Tricks, mit denen man dem Grün im Garten und auf dem Balkon helfen kann, eine Hitzewelle zu überstehen.
Die Pflanzen benötigen jetzt einen extra Kick Wasser, aber gerade beim Gießen begehen viele Hobbygärtner erst einmal einen typischen Fehler. Wer in der prallen Mittagssonne zur Kanne greift, riskiert, dass Blütenblätter verbrennen und absterben. Die Wassertropfen heizen sich in der Sonne wie kleine Brenngläser auf und haben eine vernichtende Wirkung. Zudem verdunstet ein Großteil des Wassers ohnehin sofort auf der heißen Erde. Besser gießt man am frühen Morgen, wenn der Boden noch kühl ist. Wichtig ist auch, die Kanne direkt am Wurzelbereich anzusetzen und nicht über die Blätter zu halten.
Sollte die Hitze doch einmal eine Lücke im Beet hinterlassen, kann man schon mal an den Herbst denken. Es kann schließlich immer mal Pflanzen geben, die diese heißen Tage nicht überstehen. Die kahlen Stellen kann man dann mit frischen Frühjahrsblüten auffüllen, die als Blumenzwiebeln, zum Beispiel die von QFB Gardening, bereits ab Herbst in die Erde gehören.
Beliebte Sorten sind dann allerdings oft schnell vergriffen. Wenn man jetzt schon Tulpenzwiebeln kaufen möchte, kann man sich die besten Varianten im Vorverkauf sichern und pünktlich im Oktober mit dem Pflanzen starten.
Kübel und Balkonkästen trocknen wesentlich schneller aus als Beete im Garten, weil ihnen nicht so viel Erde zur Verfügung steht und die Wurzeln keinen Anschluss an tiefere, kühlere Bodenschichten haben. An heißen Tagen reicht einmal Gießen oft nicht aus. Dann ist auf jeden Fall ein zweiter Durchgang am Abend sinnvoll. Topfpflanzen sollten immer in einer Untertasse stehen, die wie ein kleiner Wasserspeicher wirkt, aus dem sich die Wurzeln bei Bedarf bedienen können.
Wer einen eigenen Garten hat, kann auch dort mit ein paar Handgriffen ganz speziell gegen die Hitze vorsorgen:
Bäume, Grünanlagen und Parks sind vor allem in Städten wichtig, damit die Straßen weniger aufgeheizt sind. Sie wirken als natürliche Schattenspender und sorgen für kühlere Luft. Das lässt sich auch auf den eigenen Garten übertragen. Höhere Stauden oder kleine Sträucher schaffen Schattenzonen für empfindlichere Kulturen wie Salat oder Beerenobst. Und vielleicht entdeckt man bei einem Spaziergang sogar Pflanzen, die mit weniger Wasser auskommen und auch ins heimische Beet passen könnten. Beliebte Beispiele sind die Fetthenne, die das Wasser in ihren dicken Blättern speichert und bis in den Spätsommer blüht, Lavendel oder die Blauraute.