Stadtschwärmer Leipzig
Wer keinen Insider kennt, schnappt sich dieses Buch und wird an die liebsten Orte von waschechten... Weiterlesen
Leipzig ist eine Stadt der Kontraste – prachtvolle Gründerzeithäuser in Connewitz, Gohlis oder Plagwitz stehen neben funktionalen Neubauten. Doch ob Altbau oder neu geplante Immobilie, kompakte Badezimmer sind eher der Regelfall als die Ausnahme. In jedem Fall stellen schmale Schlauchbäder, verwinkelte Nischen und begrenzte Grundflächen bei jeder Sanierung oder neuen Badplanung eine Herausforderung dar. Doch mit der richtigen Auswahl an Keramik, durchdachten Formen und cleverer Farbgestaltung lässt sich selbst aus dem kleinsten Raum ein modernes, großzügig wirkendes Bad schaffen. Es versteht sich von selbst, dass das in Sachen Technik, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit sämtliche modernen Ansprüche erfüllt.
Die Wahl der sanitären Ausstattung macht in kleinen Bädern den größten Unterschied. Waschtische mit geringer Ausladung ab 20 cm Tiefe passen auch in die schmalsten Räume. Eckwaschtische nutzen tote Winkel, asymmetrische Becken bieten trotz kompakter Maße eine praktische Ablagefläche. Wandhängende Modelle schaffen zusätzlich Bodenfreiheit, was den Raum optisch streckt und die Reinigung erleichtert.
Ähnlich verhält es sich bei WCs: Kompaktvarianten messen statt der üblichen 65 bis 70 cm nur 48 bis 52 cm in der Tiefe. In Kombination mit einem Unterputz-Spülkasten – moderne Slimline-Systeme benötigen lediglich 8 bis 11 cm Einbautiefe – entsteht eine schwebende Optik, die das Bad deutlich luftiger wirken lässt.
Hochwertige Badkeramik in hellen Farbtönen wie Alpinweiß, Creme oder Sand reflektiert einfallendes Licht und sorgt dafür, dass selbst fensterlose Bäder freundlich und offen wirken. Dies gilt insbesondere bei großformatigen Fliesen, etwa im gängigen Format 60 x 120 cm. Durch die wenigen Fugen entsteht ein ruhiges Flächenbild, das den Raum optisch vergrößert. Dabei sollte man die Fugenfarbe möglichst an den Fliesenton anpassen und rektifizierte Fliesen mit schmalen Fugen von 1 bis 2 mm verwenden. Wichtig zu wissen: Glänzende Wandfliesen verstärken die Lichtreflexion, während matte Bodenfliesen für Trittsicherheit sorgen.
Wer solche Materialien vor einer Entscheidung einmal in natura vergleichen möchte, findet dazu auf Leipzigs großen Verbrauchermessen Gelegenheit - etwa beim jährlichen Messedoppel Haus-Garten-Freizeit und Handwerk live, wo zahlreiche Aussteller aus den Bereichen Bauen, Wohnen und Renovieren aktuelle Produkte und Trends präsentieren.
Die Oberflächenbeschichtung der Fliesen ist ein oft unterschätzter Faktor. Doch moderne Keramikglasuren wie CeramicPlus, HygieneGlaze oder KeraTect versiegeln die Oberfläche porenfrei, sodass Wasser und Kalk abperlen und die Anhaftung von Bakterien um bis zu 99,9 Prozent reduziert wird. Betrachtet man das harte Leipziger Stadtwasser, sinkt der regelmäßige Reinigungsaufwand durch die entsprechende Versiegelung in erheblichem Umfang.
Gerade bei der Sanierung eines Leipziger Altbaus amortisieren sich diese Extrakosten erfahrungsgemäß also recht schnell – zumal man in der Regel noch mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert ist: Alte Guss- oder Bleirohre müssen häufig komplett erneuert werden. Massive Ziegelwände erschweren Durchbrüche, Holzbalkendecken begrenzen die Möglichkeiten für bodengleiche Duschen.
In denkmalgeschützten Vierteln ist zudem jede bauliche Veränderung genehmigungspflichtig. Vorwandinstallationen bieten hier eine flexible Lösung, um moderne Technik vor historischer Substanz zu integrieren. Im Zweifel hilft ein Sanitärfachbetrieb weiter, der idealerweise aus dem gleichen Viertel kommt – denn dann hat das Team mit den ortsüblichen Besonderheiten höchstwahrscheinlich schon mehr als einmal zu tun gehabt.
Mit kompakten Sanitärobjekten, hellen Oberflächen und pflegeleichten Beschichtungen lässt sich auch in engen Stadtwohnungen aus jedem Quadratmeter das Maximum herausholen. Entscheidend ist eine durchdachte Planung und das richtige Material. Übrigens kann ein gut gemachtes Bad Jahrzehnte überdauern, also sollte man am besten direkt auf Barrierefreiheit und energiesparende Technik achten.