Die Suche nach dem perfekten Büstenhalter: Tipps für die richtige Passform

Für viele Frauen ist er so etwas wie der weiße Wal der Modewelt: der perfekt sitzende BH. Denn nicht selten kommt es vor, dass der vermeintlich passende Büstenhalter im Laufe des Tages rutscht, kratzt, kneift oder drückt.

Das fühlt sich nicht nur unangenehm an. Auf Dauer können dadurch sogar bleibende Schäden entstehen – etwa Rückenschmerzen oder eine Fehlhaltung der Schultern. Umso wichtiger ist es, dass frau einen BH findet, der richtig sitzt.

Die folgenden Tipps helfen dabei, die perfekte Passform ausfindig zu machen.

Die Träger spielen gar keine tragende Rolle

Bevor der BH seinen Siegeszug in weiblichen Kleiderschränken – und natürlich am weiblichen Körper – antrat, nahm das Korsett seine Stelle ein. Eng geschnürt, sollte es die Taille optisch verschmälern und den Busen anheben. Dabei verzichtete es anders als der Büstenhalter auf Träger.

Diese sind beim BH zwar praktisch, da sie dessen Sitz optimieren. Jedoch sollten sie keinesfalls die Hauptlast tragen. Sie übernehmen nur eine unterstützende Funktion. Dass der Busen angehoben und gestützt wird, dafür soll das Unterbrustband sorgen. Also der Teil des Büstenhalters, der sich unterhalb der Brüste eng um den Körper schlingt.

Eng“ ist dabei das entscheidende Wörtchen. Denn das Unterbrustband sollte nicht zu locker sitzen. Schließlich kann es ansonsten seine Aufgabe nicht erfüllen. Wer sich neue Dessous kauft, sollte beim BH unbedingt darauf achten, dass das Unterbrustband fest auf dem Rippenbogen aufliegt und an keiner Stelle absteht.

Dass das Band aber nicht in die Haut einschneiden sollte, versteht sich von selbst.

Die BH-Bügel sind mehr Umfassung als Hebe

Das Credo „mehr ist mehr“ hat in vielen Kleiderschränken inzwischen ausgedient. Viele Frauen setzen auf die sogenannte Capsule Wardrobe und beschränken sich somit auf wenige Kleidungsstücke, die sich gut untereinander kombinieren lassen.

Dabei macht der Weniger-ist-mehr-Trend nicht vor der Unterwäscheschublade Halt. Auch auf der Suche nach dem richtigen BH achtet die Mehrzahl der Damen inzwischen auf Klasse statt auf Masse.

Eine Frau benötigt nicht mehr als fünf bis sieben Büstenhalter. Ob sie dabei auf Modelle mit oder ohne Bügel setzt, bleibt ihren individuellen Ansprüchen und Vorlieben vorbehalten. Jedoch zeigen Umfragen, dass die Bügel-BHs noch immer die Nase vorn haben.

Anders als es viele Frauen jedoch denken mögen, übernehmen die Bügel aber keine anhebende Funktion. Vielmehr sollen sie das Gewicht der Brust sanft stützen und gleichmäßig auf das Unterbrustband verteilen.

Ebenso bringen sie den Busen in Form. Damit das gelingt, müssen die Bügel die Brust auch seitlich gut einschließen. Drücken die Bügelenden jedoch ins Gewebe, trägt frau eine zu kleine Cup-Größe.

Die Körbchen sollen mehr Halt als Volumen geben

Die Cups, also die BH-Körbchen, tragen ihren Namen nicht ohne Grund. In ihnen sollen die Brüste liegen wie in einem Korb – und nicht wie in einer Schraubzwinge.

Um den Busen nicht zu quetschen, ist es essenziell, die eigene Körbchengröße zu kennen. Ein Großteil der Frauen kennt sie allerdings nicht und trägt oftmals zu kleine BHs.

Wer seine BH-Größe selbst messen möchte, braucht dafür nicht mehr als ein flexibles Maßband und ein wenig Zeit. Zunächst wird der Unterbrustumfang gemessen. Danach der Brustumfang an der vollsten Stelle des Busens. Die Cup-Größe ergibt sich schließlich aus der Differenz zwischen beiden Größen. Sie lässt sich online leicht ermitteln.

Mit der richtigen BH-Größe im Gepäck können Frauen schnell einen bequem sitzenden Büstenhalter finden. Dessen Körbchen dürfen die Brust nicht plattdrücken, quetschen oder herausquellen lassen.

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