Stadtschwärmer Leipzig
Wer keinen Insider kennt, schnappt sich dieses Buch und wird an die liebsten Orte von waschechten... Weiterlesen
Sie halten ein Glas in der Hand. Der Verkäufer behauptet, es sei echtes Bleikristall. Der Preis stimmt auch. Aber woher wissen Sie das wirklich?
Dieses Problem kennen Sammler und normale Käufer seit Jahrzehnten. Die gute Nachricht – den Unterschied zwischen gewöhnlichem Glas und echtem Kristallglas erkennt auch ein Laie. Man muss nur wissen, worauf man achten soll.
Erst mal die Basics. Normales Glas = Sand, Soda, Kite. Fertig. Aber Kristallglas enthält etwas mehr – Metalloxide. Bei klassischem Bleikristall mindestens 24 Prozent Bleioxid.
Und hier beginnt die Magie.
Das Blei in der Zusammensetzung verändert, wie das Glas Licht bricht. Es glänzt stärker. Es ist schwerer. Und wenn man dagegen tippt, klingt es. Nicht dumpf wie ein Marmeladenglas, sondern lang und klar. Wie eine Glocke.
Übrigens – böhmisches Kristall hat in Deutschland immer noch einen ausgezeichneten Ruf. Kein Wunder. Die Glasmacher aus Böhmen haben dieses Handwerk jahrhundertelang perfektioniert.
Okay, jetzt konkrete Tests. Keine Wissenschaft, das geht zu Hause.
Der Klang. Ein Klassiker. Finger anfeuchten, über den Rand des Kristallglases fahren – und hören. Echtes Kristall singt. Der Ton hält, er resoniert. Normales Glas? Nichts Besonderes. Kurzer, matter Klang und Stille.
Das Gewicht. Das ist erstaunlich zuverlässig. Nehmen Sie zwei Gläser ähnlicher Größe – eins aus Kristall, eins normal. Den Unterschied spüren Sie sofort. Bleikristall ist einfach schwerer. Deutlich.
Das Licht. Halten Sie das Glas gegen ein Fenster oder eine Lampe. Hochwertiges Kristall wirkt wie ein Prisma – es zerlegt das Licht in ein Regenbogenspektrum. Farbige Reflexe, Funkeln. Normales Glas kann das nicht. Es lässt das Licht einfach durch und nichts.
Jetzt etwas für die, die es ernst meinen.
Schauen Sie sich die geschliffenen Kanten an. Wirklich, probieren Sie es. Handschliff bei hochwertigen Kristallgläsern hat scharfe, präzise Kanten – sie fühlen sich leicht rau unter den Fingern an. Maschinenschliff? Glatt, abgerundet, ohne Charakter.
Es ist ein Detail. Aber genau diese Details unterscheiden eine Investition von rausgeworfenem Geld.
Der Preis allein garantiert nichts. Ich habe überteuertes Durchschnittsglas gesehen und auch unterbewertete Schätze.
Was funktioniert:
Herkunft. Tschechisches Kristallglas oder traditionelle deutsche Manufakturen – da kann man Qualität erwarten. Asiatische Produktion? Unterschiedlich. Manchmal überraschend gut, oft nicht.
Verwendungszweck. Für den täglichen Gebrauch brauchen Sie kein schweres 24-prozentiges Bleikristall. Das gehört in die Vitrine oder für besondere Anlässe. Zum normalen Weintrinken reicht eine leichtere Variante – und die hält mehr aus.
Handarbeit vs. Maschine. Manufakturen, in denen Gläser noch von Hand geblasen und geschliffen werden, liefern etwas Besonderes. Man sieht es und man fühlt es.
Kurz, weil das wichtig ist:
Hochwertiges Kristallglas gehört nicht in die Spülmaschine. Niemals. Heißes Wasser, aggressive Mittel, Erschütterungen – das alles zerstört die Oberfläche. Der Glanz verschwindet, es können Mikrorisse entstehen.
Richtig: lauwarmes Wasser, mildes Spülmittel, Handwäsche. Mit einem weichen Tuch abtrocknen.
Aufbewahrung – Gläser stehen aufrecht, nicht umgedreht auf dem Rand. Und dazwischen am besten ein Tuch, damit sie nicht zerkratzen.
Ist nicht kompliziert. Man muss nur daran denken.
Für alle, die echtes böhmisches Kristall in Deutschland suchen – Artcrystal spezialisiert sich auf traditionelle Handarbeit aus tschechischen Glashütten.