Stadtschwärmer Leipzig
Wer keinen Insider kennt, schnappt sich dieses Buch und wird an die liebsten Orte von waschechten... Weiterlesen
Für den Sommer in Leipzig, wo es auf der Ringstraße oder den Ausfallstraßen häufig zu Staus kommt, eignet sich am besten ein Motoröl, das innerhalb des vom Hersteller zugelassenen Viskositätsbereichs eine erhöhte Wärmebeständigkeit aufweist. Ein solches Öl gewährleistet die Stabilität des Schmierfilms auch bei hoher Belastung und geringem Luftstrom und schützt so Lager und bewegliche Teile vor erhöhtem Verschleiß. Bei AUTOERSATZTEILE finden Sie Motoröl für viele Fahrzeugmodelle.
Auch wenn die Temperaturen im September in Leipzig bereits spürbar sinken, bleibt das Thema aktuell: Spätsommerliche Hitzeperioden sind keine Seltenheit, und viele Fahrzeuge haben nach Monaten mit Stop-and-go-Verkehr und hohen Außentemperaturen bereits eine spürbare thermische Belastung hinter sich. Der Übergang zur kühleren Jahreszeit ist daher ein guter Zeitpunkt, um Ölstand und Ölqualität zu überprüfen, bevor der nächste Ölwechsel oder die Umstellung auf die kalte Jahreszeit ansteht.
Warum Hitze und Stau in Leipzig die Anforderungen an das Motoröl erhöhen
Im Stop-and-go-Verkehr bei sommerlichen Temperaturen kommen mehrere Belastungsfaktoren zusammen:
In Kombination führt das dazu, dass Motoröl über die Sommermonate hinweg stärker thermisch beansprucht wird als in kühleren Jahreszeiten. Diese Belastung wirkt sich nicht nur unmittelbar aus, sondern kann sich über Wochen und Monate summieren, sodass sich der Zustand des Öls zum Ende des Sommers hin bereits spürbar verändert haben kann. Auch moderne Motoren mit Turboaufladung sind betroffen, da einzelne Bauteile im Betrieb ohnehin höhere Temperaturen erreichen. Turbolader sind auf eine stabile Ölversorgung angewiesen, da sie sich nach dem Abstellen des Motors weiter erhitzen und das Öl in dieser Phase besonders widerstandsfähig sein muss.
Was die Viskosität des Motoröls damit zu tun hat
Motoröl wird nach einer Viskositätsklasse eingeteilt, erkennbar an Angaben wie beispielsweise 5W-30 oder 5W-40. Die erste Zahl mit dem Buchstaben W beschreibt das Fließverhalten bei niedrigen Temperaturen und ist vor allem für den Kaltstart im Winter relevant. Nach der Norm SAE J300 darf die Viskosität eines 5W-Öls beim Kaltstart einen Wert von 6.600 mPa·s bei minus 30 Grad Celsius nicht überschreiten.
Die zweite Zahl hingegen beschreibt vereinfacht, wie dickflüssig das Öl bei hoher Betriebstemperatur bleibt, und ist damit für die zuvor beschriebenen Belastungssituationen von besonderer Bedeutung. Gemäß SAE J300 muss die kinematische Viskosität bei 100 Grad Celsius für die Klasse SAE 30 zwischen 9,3 und unter 12,5 mm²/s liegen, während sie bei SAE 40 zwischen 12,5 und unter 16,3 mm²/s liegt. Diese höhere zulässige Spanne erklärt, warum ein 5W-40 unter thermischer Last tendenziell mehr Reserve bietet als ein 5W-30.
Zusätzlich schreibt die Norm für die Hochtemperatur-Hochschergeschwindigkeits-Viskosität, kurz HTHS, bei 150 Grad Celsius, also unter Bedingungen, wie sie im belasteten Motor auftreten, einen Mindestwert vor: Für 5W-40-Öle liegt dieser Mindestwert bei 2,9 mPa·s, für Öle der Klassen 15W-40 oder 20W-40 hingegen bei 3,7 mPa·s. Dieser HTHS-Wert gilt als einer der aussagekräftigsten Indikatoren dafür, wie gut ein Schmierfilm auch unter hoher Last und Hitze seine Tragfähigkeit behält.
Fahrzeuge, die im Sommer häufig unter hoher Last oder im Stau bewegt werden, profitieren in der Regel davon, wenn innerhalb der vom Hersteller freigegebenen Spanne die für hohe Temperaturen geeignetere Variante gewählt wird.
Wichtig bleibt: Die Herstellervorgaben im Fahrzeughandbuch sind die verbindliche Grundlage. Abweichungen sollten nur innerhalb der freigegebenen Spezifikationen erfolgen, da eine falsche Wahl der Viskosität sowohl bei zu dünnem als auch bei zu dickflüssigem Öl negative Folgen für Motor und Verbrauch haben kann.
Das Diagramm zeigt den Verlauf der relativen Viskosität zweier gängiger Viskositätsklassen, 5W-30 und 5W-40, im Temperaturbereich von 20 bis 120 Grad Celsius. Während beide Öle bei niedrigen Temperaturen eine ähnliche Viskosität aufweisen, verläuft die Kurve von 5W-30 mit steigender Temperatur deutlich steiler nach unten als die von 5W-40. Der markierte Bereich zwischen etwa 90 und 110 Grad Celsius entspricht der typischen Betriebstemperatur im Stau während des Leipziger Sommers. In diesem Bereich hält 5W-40 seine Viskosität sichtbar besser als 5W-30, was die zuvor beschriebene Empfehlung veranschaulicht, bei häufiger Belastung durch Stadtverkehr und Stau innerhalb der freigegebenen Herstellerspanne die hitzebeständigere Variante zu bevorzugen.
Anzeichen, dass das Motoröl der Belastung nicht mehr optimal standhält
Nicht immer macht sich eine zu geringe Viskositätsstabilität sofort bemerkbar. Häufig zeigen sich erste Hinweise erst nach einiger Zeit im Sommerbetrieb, etwa durch veränderte Geräusche, einen spürbar höheren Ölverbrauch oder auffällige Anzeigen im Cockpit. Gerade zum Ende der warmen Jahreszeit lohnt sich ein genauer Blick, da sich die Auswirkungen der sommerlichen Belastung oft erst über mehrere Monate hinweg zeigen. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Anzeichen und ihre mögliche Ursache zusammen:
| Anzeichen | Mögliche Ursache |
| Ungewöhnliche Motorgeräusche bei Hitze | Schmierfilm möglicherweise zu dünn |
| Erhöhter Ölverbrauch im Sommer | Öl verdampft schneller bei hohen Temperaturen |
| Öltemperaturanzeige dauerhaft im oberen Bereich | Kühlsystem oder Ölqualität an der Belastungsgrenze |
| Warnleuchte für Öldruck im Stau | Zirkulation bei niedriger Drehzahl eingeschränkt |
Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen bei seinem Fahrzeug feststellt, sollte nicht nur den Ölstand, sondern auch die gewählte Viskositätsklasse und das Alter des aktuellen Ölwechsels überprüfen. In vielen Fällen lässt sich eine spürbare Verbesserung bereits durch die Wahl einer geeigneteren, innerhalb der Herstellerfreigabe liegenden Ölvariante erzielen.
So wählen Sie das passende Motoröl für den Leipziger Sommer
Der richtige Zeitpunkt für die Überprüfung
Wer über den Sommer viel auf dem Leipziger Ring oder in der Stadt im Stau gestanden hat, sollte spätestens jetzt, zum Ende der warmen Jahreszeit, der Wahl und dem Zustand seines Motoröls etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Nicht durch ein beliebiges anderes Produkt, sondern durch die bewusste Auswahl innerhalb der freigegebenen Herstellerangaben und eine rechtzeitige Kontrolle von Ölstand und Wechselintervallen. So lässt sich das Risiko thermisch bedingter Schäden auch nach einem intensiven Sommer mit viel Stadtverkehr deutlich reduzieren, und der Motor bleibt zuverlässig geschmiert, auch wenn die nächste Hitzeperiode noch bevorsteht.