Frühlingserwachen im Garten – Hanfpflanzen ziehen

Wenn der Frühling sein blaues Band wieder durch die Lüfte flattern lässt, die Tage länger werden und die Bodentemperaturen steigen, beginnt für Gartenbegeisterte die wichtigste Zeit des Jahres. Diese Jahreszeit ist entscheidend für die Planung und Neuausrichtung des Beetes und die Wahl der Pflanzen. Neben klassischen Nutzpflanzen wie Tomate, Gurke und Co. rückt dabei eine Pflanze immer stärker in den Fokus des privaten Gartenbaus: Cannabis. Dabei greifen Pflanzenliebhaber gerne auf Stecklinge statt auf Samen zurück.

Der ideale Start mit Hanfstecklingen

Im Gegensatz zu Sämlingen sind Leafconnect Hanfstecklinge und Stecklinge generell genetisch identische Kopien ihrer Mutterpflanze. Somit sind Wuchsform und Geschlecht vorhersagbar. Bei Hanf, wo die weibliche Pflanze genutzt wird und die männliche den Ertrag ruinieren kann, ist dies für eine erfolgreiche Aufzucht bei der gesetzlich begrenzten Pflanzenmenge besonders wichtig.

Hanf ist eine lichtintensive Pflanze: Mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonneneinstrahlung sind für eine kräftige Entwicklung der Blütenstrukturen notwendig. Besonders ambitionierte Hobbygärtner bauen sich extra Grow-Boxen oder Aufzuchtschränke mit der idealen Lichtmenge und -intensität, um die Pflanzen geplant in die Blüte zu schicken und ein ideales Wachstum zu ermöglichen. Andere lassen ihre Pflanzen im Freien wachsen. Falls eine Aufzucht im Freien geplant ist, sollte diese allerdings erst erfolgen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Traditionell ist die Zeit nach den Eisheiligen Mitte Mai ideal. Nun beginnt auch bald die Möglichkeit, Erdbeeren auf den Feldern der Umgebung zu ernten.

Bodenbeschaffenheit und Nährstoffbedarf

Cannabis ist eine Diva, was die Bodenbeschaffenheit angeht. Dieser sollte locker, gut belüftet und nährstoffreich sein. Ein idealer pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0. Als Starkzehrer benötigt Hanf zudem vor allem in der vegetativen Phase Stickstoff, während in der Blütephase Phosphor und Kalium im Erdreich dominieren sollten.

Als ideale Grundlage dienen hochwertiger Kompost oder organische Langzeitdünger wie Schafwollpellets. Perlit bietet sich besonders bei Kübelhaltung an, um Staunässe und damit Wurzelfäule zu vermeiden. Beim Umtopfen der Stecklinge ist eine Mischung aus Anzuchterde und Blumenerde ideal, um den Übergang der Bodenbeschaffenheit zu erleichtern. Auf diese Weise werden die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt. 

Rechtliche Rahmenbedingungen und Mengenbegrenzung

Ein kritischer Aspekt beim Anbau von Hanf im privaten Bereich ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. So werden die Hanfpflanzen in Deutschland auf eine maximale Anzahl von drei blühenden Pflanzen pro erwachsener Person im Haushalt beschränkt. Überdies müssen die Pflanzen durch geeignete Sichtschutzmaßnahmen und Umzäunungen vor dem Zugriff Dritter, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, geschützt werden.

Vorteile einer Mischkultur

In einer gut geplanten Mischkultur profitieren verschiedene Pflanzenarten voneinander. So wird unter anderem die Bodenqualität verbessert und eine natürliche Schädlingsbekämpfung erzielt. Hanf ist dabei keine Ausnahme und kann von folgenden Pflanzen profitieren:

Lavendel und Basilikum verströmen starke ätherische Öle, die Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben abschrecken können. Weiße Melisse oder Pfefferminze maskieren den intensiven Duft der Cannabisblüte und halten gleichzeitig diverse Insekten fern.

Ringelblumen (Calendula) locken nützliche Insekten an und halten gleichzeitig schädliche Nematoden im Boden in Schach. Durch ihre tiefgehenden Wurzeln verbessern sie überdies die Bodenstruktur. Knoblauch kann als natürliches Fungizid zwischen die Hanfstecklinge gepflanzt werden und senkt das Risiko für Schimmelbildung und Wurzelfäule. Klee fixiert als Bodendecker Stickstoff aus der Luft und stellt ihn den hungrigen Cannabis-Wurzeln zur Verfügung.

Eine Mischkultur kann sich also anbieten, besonders, wenn der Hanf im Freien gepflanzt wird.

Pflege und Wasserhaushalt

Gerade junge Stecklinge sind in der Anwachsphase auf eine konstante Feuchtigkeit angewiesen, ohne dass sich Staunässe bildet. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt kann sinnvoll sein, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu vermeiden. Erfolge werden auch mit einem kleinen Treibhaus erzielt. Mit fortschreitender Größe entwickelt Hanf ein tiefes Pfahlwurzelsystem, das ihn resistenter gegen kurzzeitige Trockenperioden macht.

Wer die natürlichen Zyklen respektiert und die Pflanzen vor extremen Witterungseinflüssen schützt, kann im Spätsommer mit einer qualitativ hochwertigen Ernte rechnen.

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