Am 24. Februar 2026 hätte der Leipziger Autor und Ehrenbürger Erich Loest seinen 100. Geburtstag gefeiert. In Werken wie „Völkerschlachtdenkmal“, „Nikolaikirche“ und „Reichsgericht“ hat er autobiografische Erfahrungen mit dem historischen Kontext verbunden und damit das literarische Gedächtnis Leipzigs über seinen Tod hinaus geprägt. Rund um das Jubiläum lädt die Veranstaltungsreihe „100 Jahre Erich Loest“ in Leipzig, Halle (Saale) und Loests Geburtsstadt Mittweida ein, sein facettenreiches Schaffen neu zu entdecken. Ein wissenschaftliches Kolloquium soll zudem den fachlichen Diskurs über den Autor befördern.
Vom 23. Februar bis 7. März 2026 präsentieren die Stadtbibliothek und die Bibliothek Gohlis, die den Namen Erich Loests trägt, die Ausstellung „Unbeugsam“. Die Medienpräsentation zeigt Werke, Zitate und Bilder des Schriftstellers.
Im Haus des Buches erinnern am 23. Februar, 19:30 Uhr, Bernd-Lutz Lange, Clemens Meyer, Johannes Heisig und Thomas Loest an den Kollegen, Vater, Freund und Verleger.
Am 24. Februar, dem Geburtstag Loests, lädt ein ganztägiges wissenschaftliches Kolloquium ins Haus des Buches (Gerichtsweg 28). Von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr steht das literarische Schaffen von Erich Loest als Erzähler deutsch-deutscher Geschichte im Fokus. Am Abend verleiht die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28, den Erich-Loest-Preis an Durs Grünbein.
Einen Rundgang durch das Erich-Loest-Archiv (Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28) bietet die Medienstiftung am 25. Februar, 10 Uhr, an. Unter dem Titel „Das Völkerschlachtdenkmal – Steinernes Geschichtsbuch und sperrige Literaturvorlage“ führt Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, Interessierte von 14 bis 15:30 Uhr, durch das Denkmal. Die Verfilmung des Loest-Romans „Nikolaikirche“ mit anschließendem Podiumsgespräch steht um 18 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum (Grimmaische Straße 6) auf dem Programm.
Am 26. Februar, 10:30 Uhr, ist Thomas Loest im Literaturclub für Senioren in der Bibliothek Gohlis (Georg-Schumann-Straße 105/109) zu Gast. Der literarische Austausch steht unter dem Titel „Geschichten erfinden ist mein Geschäft“.
An Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 richtet sich das Angebot eines kostenlosen KI-Workshops in der Bibliothek Gohlis (Georg-Schumann-Straße 105/109) am 24. und 27. Februar., 10 bis 12 Uhr. Mit Unterstützung angehender Kommunikations- und Medienwissenschaftler der Uni Leipzig wird Erich Loest mittels Künstlicher Intelligenz in die Gegenwart gebracht.
Alle Veranstaltungen - auch für Halle und Mittweida - und die entsprechenden Anmeldehinweise sind auf www.leipzig.de/loest100 zu finden.
