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Chris Hirschfeld ist seit Januar 2019 Leiter Technik bei der Lipsia, Foto: Lipsia
Chris Hirschfeld ist seit Januar 2019 Leiter Technik bei der Lipsia, Foto: Lipsia

Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG bekennt sich zu Fernwärme

Fast 90 Prozent der Bestände mit Fernwärme beheizt

06.02.2019Wohnen
Wohnungsgenossenschaft Lipsia eG

"Fernwärme kann einen wesentlichen Beitrag leisten für die urbane Wärmewende. Deshalb setzen wir in hohem Maße auf diesen komfortablen und umweltschonenden Energieträger", sagt Dr. Kristina Fleischer, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft "Lipsia" eG. Die Wärmeversorgung in den Beständen des Wohnungsunternehmens basiert zu rund 88 Prozent auf Fernwärme. Die restlichen 12 Prozent werden mit Erdgas beheizt. Beide Energieträger werden durch die Leipziger Stadtwerke geliefert. Die Wärmebereitstellung erfolgt dabei mit einem Anteil von 99,6 Prozent aus in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugter Wärme.

Dr. Kristina Fleischer über die Vorteile der behaglichen Fernwärme für Lipsia-Mitglieder: "Die Technik bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Energieträgern. Sie ist platzsparend, zuverlässig, sauber und wartungsarm - und benötigt keinen Schornstein. Das spart Aufwand und es entfallen die Kosten für den Schornsteinfeger. Die Versorgung ist selbst in langen und strengen Wintern garantiert und liefert Wohlfühlwärme in jede Wohnung. In Bezug auf den Komfort gibt es wohl keine bessere Form der Beheizung. Und ganz nebenbei kann sich die Umweltbilanz mehr als sehen lassen."

Tatsächlich wird beim Heizen mit Fernwärme weniger CO2 in die Luft geblasen als bei anderen Heizmethoden. Der Primärenergiefaktor des Fernwärmeversorgungssystems der Leipziger Stadtwerke liegt bei 0,31. Je niedriger der Wert, desto umweltschonender und effizienter. Zum Vergleich: Der Primärenergiefaktor für Öl- und Gasheizungen liegt mit 1,1 beim 3,5-fachen. Fernwärme ist auch den Erneuerbaren Energien gleichgesetzt, gemäß dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz.

Wichtig ist der Lipsia das Bekenntnis zu Stadt und Region. "Unsere Fernwärme wird aus dem Leipziger Raum gewonnen und nicht von einem überregionalen Versorger bereitgestellt. So verbleibt die Wertschöpfung vor Ort", betont Dr. Kristina Fleischer. Das Leipziger Fernwärmenetz ist rund 485 Kilometer lang und versorgt insgesamt gut ein Drittel der Leipziger mit Fernwärme. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben die Leipziger Stadtwerke rund 20 Millionen Euro in neue Wärmespeicher, Heizwerke und Blockheizkraftwerke investiert.

Neben Energiepreisen, Witterungsverlauf und konkretem Verbrauchsverhalten - mehr als 70 Prozent der Haushaltsenergie wird deutschlandweit für Raumwärme genutzt (Quelle: Destatis) - hängt die Höhe der Heizkosten erheblich vom Sanierungsstand eines Hauses ab. Der Deutsche Mieterbund spricht sogar vom wichtigsten Faktor für Heizkosten und Klimaschutz. Die Mitglieder der Lipsia profitieren hier von einer Vielzahl an geleisteten wie geplanten Modernisierungsmaßnahmen.

Dazu Chris Hirschfeld, seit Januar 2019 Leiter Technik bei der Lipsia: "Fast in allen unseren Beständen sind neue Fenster montiert und die Fassaden mit einem hochwertigen Wärmedämmverbundsystem ausgestattet. Heizungsanlagen und Wohnungseingangstüren werden stetig erneuert, die Medienleitungen sind isoliert. Außerdem legen wir großen Wert darauf, Kellerdecken und Dachböden mit einer effektiven Dämmung zu versehen. Auch das ist bereits in fast allen Objekten geschehen."

Die Wartung der Heizungsanlagen übernimmt in den Lipsia-Beständen die Firma HSB TH GmbH. Erster Ansprechpartner bei energetischen Fragen ist die Wohnungsverwaltung. "Durch unsere Technischen Gebäudeverwalter können diese Fragen in der Regel in einem Gespräch beantwortet werden", sagt Jan Schmalstich. Der Leiter Wohnungswirtschaft / Technik bei der Wohnungsgenossenschaft verweist darauf, dass die Themen Heizen und Schimmelvermeidung eine immer größere Relevanz erhielten, da heutzutage unterschiedlichste Informationen verbreitet würden. In deren Ergebnis könnten durch falsche Handhabungen teilweise massive Schäden an der Bausubstanz entstehen.



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