Leipzig setzt auf mehr UV-Schutz im Alltag: Im Schreberbad haben die Deutsche Krebshilfe, die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig und die Leipziger Sportbäder heute gemeinsam das 1.000. UV-Index-Schild der bundesweiten Kampagne „WATCH OUT“ übergeben und angebracht. Die Tafeln informieren Besucher über die aktuelle Stärke der UV-Strahlung und erinnern daran, sich wirksam vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Mit dem Schreberbad verfügen nun alle sechs Leipziger Freibäder über eine UV-Infotafel. „Unsere Freibäder sind Orte für Bewegung, Erholung und Freizeit. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste. Mit den UV-Index-Schildern geben wir eine zusätzliche Orientierung, damit Besucher durch die entsprechenden Hinweise zu Schatten, geeigneter Kleidung und Sonnencreme sonnige Tage unbeschwert genießen können“, sagt Sportbäder Geschäftsführer Martin Gräfe.
Mit der Aktion rückt ein Thema in den Fokus, das angesichts des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnt. UV-Strahlung ist unsichtbar und wird daher oft unterschätzt. Das UV-Index-Schild zeigt, wann besondere Schutzmaßnahmen nötig sind. „Mit der Kampagne WATCH OUT wollen wir den UV-Index fest im Alltag verankern. Wer die aktuelle UV-Belastung kennt, kann sein Verhalten anpassen und sich besser schützen“, sagt Susanne Klehn, Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention. „Dass heute das 1.000. Schild in einem Leipziger Freibad angebracht wird, unterstreicht die wichtige Rolle kommunaler Partner in der Gesundheitsprävention.“
Auch das Leipziger Gesundheitsamt sieht im UV-Schutz eine wichtige Aufgabe kommunaler Gesundheitsförderung. „Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Viele Erkrankungen wären durch konsequenten Sonnenschutz vermeidbar. Deshalb möchten wir das Bewusstsein für UV-Strahlung stärken und Menschen dabei unterstützen, sich im Alltag besser zu schützen. Freibäder erreichen dabei besonders viele Familien, Kinder und Jugendliche und sind deshalb ein idealer Ort für Prävention“, sagt Constanze Anders, Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Leipzig.
Mit der Installation des 1.000. UV-Index-Schildes ist Leipzig nun Teil eines bundesweiten Netzwerks von Freibädern, Schulen, Kindertagesstätten, Sportanlagen sowie Festivals und Outdoor-Sportevents, die sich an der Kampagne „WATCH OUT“ beteiligen. „Ziel ist es, den UV-Index dort sichtbar zu machen, wo sich Menschen im Freien aufhalten, und Gesundheitsförderung unkompliziert in den Alltag zu integrieren ist“, sagt Prof. Dr. Eckhard Breitbart von der durch Wissenschaftler und Ärzte getragenen Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention.
Wie funktioniert die UV-Tafel?
- Die Tafel zeigt die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung an.
- Bereits ab einem UV-Index von 3 werden Schutzmaßnahmen empfohlen, etwa das Aufsuchen von Schattenplätzen, das Tragen von Kleidung und Kopfbedeckung sowie das Eincremen.
- Die Mitarbeiter in den Freibädern stellen den aktuellen Tageshöchstwert des UV-Index an der Tafel ein.
- Über einen in die UV-Index-Tafel integrierten QR-Code können der Tageshöchstwert sowie weitere UV-Schutz-Informationen auch über das Smartphone abgerufen werden.
- Besonders zwischen 11 und 16 Uhr ist die UV-Belastung im Sommer hoch.
