1729 bestellte J. S. Bach beim angesehenen Leipziger Instrumentenbauer J. C. Hoffmann acht Streichinstrumente. Drei von diesen befinden sich heute noch im Besitz der Thomaskirche, wurden über die Jahrhunderte mehrmals modernisiert und instandgesetzt. Die Instrumente sind in spielfertigem Zustand in einer Vitrine in der Petzoldt-Sakristei der Thomaskirche ausgestellt und regelmäßig auch in Konzerten zu hören. Ob der Klang dieser Instrumente dem der Bachzeit entspricht, bleibt jedoch Spekulation.
Der Leipziger Geigenbauer André Mehler hat nun das Instrument mit der Signatur TK1 kopiert, allerdings in Originalmensur, wodurch dieser Klang sicher einem neu gebauten Instrument aus Bachs Zeit näherkommt. Er hat diese Geige der Thomaskirche geschenkt, sodass man nun neben der alten auch die neue Violine in der Kirche bewundern und hören kann.
War dies der Klang, den Bach 1729 von den damals neuen Instrumenten gehört hat? Überzeugen Sie sich selbst und seien Sie bei der Einweihung dieser neu gebauten „alten“ Barockvioline dabei! Es spielt das Collegium Musicum 23, Solisten sind Koryphäen der internationalen Alte-Musik-Szene: Alexander von Heißen (Cembalo), Marc Hantaï (Traversflöte) und Barockviolinistin Nadja Zwiener auf jener neuen alten Violine.
Auf dem Programm stehen u.a. Johann Sebastian Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 (BWV 1050), Ouverture Nr. 2 in h-Moll (BWV 1067) sowie Antonio Vivaldis Concerto op. 3 Nr. 9, RV 230 (aus: L’Estro Armonico).
Thomaskonzert am Reformationstag
Samstag, 31. Oktober 2026 um 19.30 Uhr
In neuer Stimme!
Festkonzert zur Einweihung der rekonstruierten Bach-Violine nach J.C. Hoffmann, 1729
