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Foto: pixabay.com / katatonia
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Städtepartnerschaft auch in schwierigen Zeiten – Leipziger Bürgerinnen und Bürger reisen nach Kyjiw

Leipzigs Ehrenbürgerin Gesine Oltmanns von der Stiftung Friedliche Revolution hat die zweite Bürgerreise nach Kyjiw organisiert

20.08.2026 Stadtinformationen
Stiftung Friedliche Revolution

Zum ukrainischen Unabhängigkeitstag reisen Leipziger Bürgerinnen und Bürger nach Kyjiw. Am 24. August feiert die Ukraine trotz russischer Vollinvasion ihren Unabhängigkeitstag. Sie erinnert damit an ihre Unabhängigkeit, die 1917 erstmals proklamiert und vor 35 Jahren, am 24. August 1991, mit der Schaffung eines unabhängigen, ukrainischen Staates wiederhergestellt wurde. Seit 2014 verteidigt die Ukraine ihre Souveränität und kämpft seit mehr als vier Jahren gegen den brutalen russischen Angriffskrieg.

„Gerade jetzt, wo die Angriffe auf die Ukraine wieder zunehmen, wollen wir nicht nur aus der Ferne unsere Solidarität bekunden. Wir wollen den Menschen in Kyjiw begegnen, zuhören und zeigen, dass die Verbindung zwischen unseren beiden Städten lebendig ist.“, so Oltmanns.

Anlässlich des Ukrainischen Unabhängigkeitstages wird eine Delegation von Leipziger Bürgerinnen und Bürgern vom 21. bis 25. August nach Kyjiw reisen und ihre Unterstützung und Solidarität mit der Ukraine und den Menschen vor Ort zum Ausdruck bringen. Organisiert wird die Reise von Gesine Oltmanns, der Ehrenvorsitzenden der Stiftung Friedliche Revolution, mit umfassender Unterstützung der Stadt Leipzig, dem Referat Internationale Zusammenarbeit, und dem Generalkonsulat der Ukraine in Dresden.

Die Erfahrungen der Friedlichen Revolution von 1989 verbinden Leipzig in direkter Weise mit dem Streben nach Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung. Für die Stiftung Friedliche Revolution ist die Unterstützung der ukrainischen Zivilgesellschaft deshalb insbesondere eine Fortsetzung ihres Engagements für diese Werte.

Geplant sind zahlreiche Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der ukrainischen Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen der Austausch über die aktuelle Situation in der Ukraine, die Frage, welche Rolle der Zivilgesellschaft in kommunalen Partnerschaften in Kriegszeit und Wiederaufbau zukommt, die Situation der Jugend nach mehr als vier Jahren Angriffskrieg und die Vorbereitungen und Bedarfe auf den vermeintlich bevorstehenden nächsten Kriegswinter.  

Höhepunkt der Reise wird auf Einladung des Büros des Präsidenten der Ukraine die Teilnahme der Bürgerdelegation an den offiziellen Feierlichkeiten, dem „NATIONAL PRAYERS BREAKFAST“ sowie dem Internationalen Forum „35 YEARS OF FAITH AND FREEDOM“ am Sonntag sein.

Die Leipziger Delegation wird zudem ein Schreiben des Leipziger Oberbürgermeistes Jung an den Kyjiwer Bürgermeister, Vitali Klitschko überreichen. Mit dem Glückwunsch zum Nationalfeiertag bekräftigt Oberbürgermeister Burkhard Jung die Solidarität Leipzigs mit der ukrainischen Hauptstadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern.

Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Der Krieg in der Ukraine dauert jetzt schon länger als der Erste Weltkrieg. Seit mehr als vier Jahren erwehrt sich das ukrainische Volk unter hohen Opfern gegen den russischen Aggressor. Als Partnerstadt unterstützen wir gemeinsam mit der Bundesregierung die Ukraine seit dem ersten Kriegstag und werden dies auch weiterhin tun. In den vergangenen vier Jahren haben wir Hilfsgüter in die Ukraine geschickt, die den Menschen dort ganz konkret helfen: Feuerwehrautos, Generatoren, zivile und medizinische Hilfsgüter. Die Solidarität mit unserer Partnerstadt Kyjiw gilt auch weiterhin uneingeschränkt.“

Seit 1961 besteht eine enge Städtepartnerschaft zwischen der ukrainischen Hauptstadt und der Messestadt Leipzig. Sie wird durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Aktivitäten immer wieder mit Leben gefüllt. Erst vor einem Jahr, im August 2025, war eine sechsköpfige Delegation, ebenfalls mit zwei Vertreterinnen de Stiftung Friedliche Revolution, aus Leipzig vor Ort, um den ukrainischen Freiheitskampf zu würdigen und den Menschen in Kyjiw ihre Solidarität zu zeigen.                                                                                                

Die Leipziger Delegation wurde damals mit größter Dankbarkeit und Offenheit empfangen. Die Erfahrung, dass die Unterstützung aus Deutschland und insbesondere aus der Partnerstadt Leipzig auch in Zeiten des Krieges nicht nachlässt, gibt den Menschen in der Ukraine Mut und Hoffnung. Gerade angesichts der zunehmenden russischen Angriffe ist dieses Zeichen der Verbundenheit von besonderer Bedeutung.

An der Leipziger Bürgerreise nehmen teil:

  • Dr. Gesine Märtens, Leipziger Stadträtin, Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen
  • Prof. Dr. Beate Mitzscherlich, EuropaMaidanLeipzig e.V.
  • Gesine Oltmanns, Ehrenvorsitzende der Stiftung Friedliche Revolution
  • Siegbert Schefke, Journalist
  • Regina Schild, Vorstand Stiftung Friedliche Revolution


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von:
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