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Schauspiel Leipzig: Pressekonferenz Spielzeit 2026/27, Foto: Rolf Arnold
Schauspiel Leipzig: Pressekonferenz Spielzeit 2026/27, Foto: Rolf Arnold

Schauspiel Leipzig stellt Spielzeit 2026/27 vor

Die Saison schreibt das Motto „Wir-Gesänge“ fort und hält rund 20 Premieren in vier Spielstätten bereit

21.05.2026 Kultur
Schauspiel Leipzig

Gemeinsam mit seinem Team um Melanie Albrecht (Künstlerische Leiterin Residenz) und Torsten Buß (Chefdramaturg) stellte Intendant Enrico Lübbe heute das Programm der Spielzeit 2026/27 am Schauspiel Leipzig vor. Die Saison schreibt das Motto „Wir-Gesänge“ fort und hält rund 20 Premieren in vier Spielstätten bereit. Der Vorverkauf für die Spielzeit 2026/27 beginnt am 21. Mai 2026.

Unter dem Motto „Wir-Gesänge“ setzt das Schauspiel Leipzig den thematischen Schwerpunkt der Spielzeit 2025/26 fort. Im Zentrum steht die Frage nach dem ‚Wir‘: nach gesellschaftlichen Zugehörigkeiten, Konflikten, Sehnsüchten und Widersprüchen.

Mit „Das Vermächtnis“ von Matthew Lopez (Regie: Enrico Lübbe) eröffnet ein großes, zweiteiliges Epos der Gegenwart die Saison auf der Großen Bühne, das Fragen nach Zugehörigkeit, Verantwortung, Begehren und gesellschaftlichem Zusammenhalt verhandelt und von den Möglichkeiten und Zumutungen eines ‚Wir‘ in der Gegenwart erzählt.

Als zweite große Produktion zu Spielzeitbeginn kommt „Bernarda Albas Haus“ von Federico García Lorca (Regie: Salome Schneebeli) auf die Große Bühne. Im März folgt Anton Tschechows „Onkel Wanja“, gemeinsam erarbeitet von Enrico Lübbe und seinem langjährigen Bühnenbildner Etienne Pluss. Stephan Beer und Georg Burger werden mit „Alice hinter den Spiegeln“ nach Lewis Carroll erneut ein Familienstück am Schauspiel Leipzig inszenieren. Mit „Elegien — Black Box II“ findet die Kooperation von Leipziger Ballett und Schauspiel Leipzig ihre Fortsetzung auf der Großen Bühne. Am Ende der Spielzeit lädt das Schauspiel Leipzig zu einer Produktion ein, die durch das gesamte Theater führt, Theatergeschichte und Geschichten erzählt und noch einmal das ganze Ensemble präsentiert: „Schöne Vorstellung“ (Künstlerische Leitung: Falk Rößler, Hubert Wild, Salome Schneebeli).

Die Spielstätte Diskothek feiert 2027 ihr zehnjähriges Bestehen am Standort in der ehemaligen Diskothek ‚Schauhaus‘ am Stadtring. Als Spielstätte exklusiv der Gegenwartsdramatik gewidmet, wird zum Jubiläum die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern fortgesetzt, die diesen Ort geprägt haben: Wolfram Höll, der bereits mit vier Uraufführungen in der Diskothek vertreten war, schreibt ein weiteres Auftragswerk für das Schauspiel Leipzig: „OST“. Der Text spannt einen Bogen von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart und wird inszeniert von Thirza Bruncken. Marco Damghani bringt mit „Der Riss“ einen neuen eigenen Text auf die Bühne, der ebenfalls als Auftragswerk des Schauspiel Leipzig entsteht. Das Dokumentartheater-Team Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger zeigt eine neue Arbeit, die sich auf die Suche nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt macht: Wo und wie wird er hergestellt, diskutiert und strukturiert? Ebenso kehren Compania Sincara in einem weiteren Kooperationsprojekt zwischen Schaubühne Lindenfels und Schauspiel Leipzig zurück in die Diskothek.

Die Residenz in der ehemaligen Baumwollspinnerei verbindet seit ihrem Bestehen die Arbeitsweisen und Ästhetiken der Freien Szene mit denen des Stadttheaterbetriebs. So lädt die Residenz dazu ein, Performancekunst ganz unmittelbar zu erleben und eine Bandbreite möglicher Formen des Miteinanders zu erfahren. Mit „Drei Mal links ist rechts“ („Three times left is right“) von Julian Hetzel ist eine Residenz-Koproduktion zum Berliner Theatertreffen 2026 eingeladen. Diese herausragende Auszeichnung wird mit einer Wiederaufnahme des Stückes im April 2027 gefeiert. Neue Projekte erarbeiten 2026/27 in der Residenz: NATURE THEATER OF OKLAHOMA, TrueColours, vorschlag:hammer, Eva Meyer-Keller und FARN / George Bele / Bodenproben. Den Abschluss der Saison bildet die vierte Ausgabe des Festivals „KATAPULT — Performance Plattform Leipzig“, ein gemeinsames Projekt von Residenz Schauspiel Leipzig, Schaubühne Lindenfels und LOFFT — DAS THEATER zur Förderung und Vernetzung der lokalen Performance-Szene.

Das Foyer 1 feiert Geburtstag — seit fünf Jahren gibt es die Experimentierbühne des Schauspiel Leipzig. Abwechslungsreiche Formate aus den Reihen des Ensembles und des gesamten Hauses stehen weiterhin zum Preis von 5 Euro auf dem Programm.

Zu den Kontinuitäten am Schauspiel Leipzig zählt die Fortführung des inklusiven Angebots: Einmal im Monat sind Vorstellungen mit Audiodeskription zu erleben; „Altbau in zentraler Lage“ als Produktion in Deutscher Laut- und Gebärdensprache ist weiter im Spielplan, und auch die Kinderbetreuung wird zu ausgewählten Terminen angeboten.

Auch in der Saison 2026/27 gibt es jeden Monat einen Theatertag, an dem eine Vorstellung des Repertoires zu vergünstigten Konditionen zu sehen ist. Weiterhin ist die Schauspiel-Card 100 erhältlich und gewährt für einmalig 200 Euro eine Spielzeit lang freien Eintritt in alle Spielstätten.

Zum Abschluss der Intendanz von Enrico Lübbe blickt das Schauspiel Leipzig auf eine Erfolgsbilanz: Die Auslastung der Vorstellungen stieg kontinuierlich an, erreichte 2025 mit 83 Prozent einen Höchstwert in der Geschichte des Hauses. Zudem erhielt das Schauspiel Leipzig in den vergangenen 13 Jahren mehr als 40 Festivaleinladungen (u. a. mit vier Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen, zehn Uraufführungen zu den Mülheimer Theatertagen sowie wiederholten Einladungen zu den Autor:innentheatertagen Berlin, zum Heidelberger Stückemarkt, Impulse Festival, zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen und zur Biennale in Venedig). Hinzu kommen renommierte Auszeichnungen wie der Martin-Linzer-Theaterpreis und der Deutsche Theaterpreis DER FAUST.

Das Spielzeitheft zur Saison 2026/27 sowie weitere Informationen und Termine finden Sie auf www.schauspiel-leipzig.de sowie im ePaper.



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