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Baubürgermeister Dienberg (links) und Umweltbürgermeister Rosenthal eröffneten am 3. Juni 2026 die sanierten Wasserbecken auf der Westseite des Richard-Wagner-Hains. Foto: Stadt Leipzig / quo
Baubürgermeister Dienberg (links) und Umweltbürgermeister Rosenthal eröffneten am 3. Juni 2026 die sanierten Wasserbecken auf der Westseite des Richard-Wagner-Hains. Foto: Stadt Leipzig / quo

Sanierte Wasserbecken auf der Westseite des Richard-Wagner-Hains eingeweiht

Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 1,5 Mio. Euro

03.06.2026 Stadtinformationen
Stadt Leipzig

Die fünf Wasserbecken auf der Westseite des denkmalgeschützten Richard-Wagner-Hains in Leipzig sind heute nach umfangreicher Sanierung wieder in Betrieb genommen worden. Gefördert wurde die Maßnahme im sogenannten Terrassengarten für insgesamt 1,5 Mio. Euro durch das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“.

„Die Wasserbecken gehören für viele Leipzigerinnen und Leipziger einfach zu diesem Ort dazu“, konstatiert Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. „Mit der Sanierung der Wasserbecken geben wir dem Terrassengarten ein zentrales und funktionales Gestaltungselement zurück. Die Anlage gewinnt damit nicht nur an Aufenthaltsqualität, sondern auch an historischer Lesbarkeit.“

Baubürgermeister Thomas Dienberg: „Der sanierte Richard-Wagner-Hain lädt wieder zum Verweilen, Begegnen und Erleben ein. Besonders erfreulich ist, dass diese Maßnahme durch das Bund-Länder-Programm ‚Lebendige Zentren‘ zu zwei Drittel gefördert wurde.“

Das rechteckige 15x12 Meter große Zentralbecken und die vier an dessen Ecken angelegte Rundbecken mit 4,5 Meter Durchmesser wurden aufwendig instandgesetzt. Ebenfalls neu sind die seit 2009 nicht mehr funktionierenden Wasserspiele mit je einer größeren Zentralfontäne und den ringförmig darum angeordneten kleineren Fontänen. Für die Staudenpflanzungen gibt es jetzt eine Hydrantenanlage und für die Weiden auf den Bastionen eine unterirdische Bewässerung.

Für die in den Wasserbecken über viele Jahre etablierten sportlichen Aktivitäten steht bereits seit März 2025 auf der Ostseite des Richard-Wagner-Hains eine neue multifunktionale Fläche aus großformatigen Granitplatten für Tanz, Jonglage und Sport zur Verfügung.

Die Sanierung wurde durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer geplant und umgesetzt. Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 1,5 Mio. Euro. Der städtische Eigenanteil beträgt rund 500.000 Euro. Zwei Drittel der Summe wurden über das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ finanziert, das vom Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung koordiniert wird. Durch das Programm konnten bereits mehrere Vorhaben zwischen Promenadenring und Auwald gefördert werden, wie die Erneuerung der Grünflächen und Spielplätze im Clara-Zetkin-Park und Johannapark sowie die aktuelle Sanierung des Bassins in der Anton-Bruckner-Allee. 

Der Richard-Wagner-Hain ist eine intensiv genutzte und beliebte Anlage. Er ist das Bindeglied zwischen dem Clara-Zetkin-Park im Süden, dem Palmengarten im Südwesten und den sich anschließenden Grünbereichen beiderseits des Elsterbeckens. Gleichzeitig ist er ein unbequemes Denkmal: Die denkmalpflegerische Zielsetzung sieht vor, die zur Zeit der Weimarer Republik konzipierte, jedoch im Nationalsozialismus entworfene und gebaute Gartenanlage als Zeitzeugnis zu erhalten. Bereits 2022 wurden die Uferterrassen und die Ufertreppe auf der Westseite des Richard-Wagner-Hains unter Wahrung der Bausubstanz wiederhergestellt.



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