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Ladebordstein am alten Amtshof in Leipzig. Foto: Leipziger Gruppe
Ladebordstein am alten Amtshof in Leipzig. Foto: Leipziger Gruppe

Pilotprojekt: Leipziger Stadtwerke bieten jetzt E-Tanken per Ladebordstein an

Lademöglichkeiten am Alten Amtshof und in der Querstraße

20.08.2026 Verkehr
Leipziger Gruppe

Die Leipziger Stadtwerke schlagen ein neues Kapitel in ihrer Elektromobilitäts-Geschichte auf: Ab sofort bieten sie im Rahmen eines Pilotprojekts an zwei ausgewählten Standorten in der Nähe des City-Rings E-Tanken per Ladebordstein an. „Wir wollen erfahren, wie das System im Alltag läuft, wie es bei den Kunden in Leipzig ankommt – und ob wir darauf aufbauend dann noch mehr Ladebordsteine in der City installieren“, sagt Benjamin Engelmann, Projektleiter E-Mobilität bei den Leipziger Stadtwerken. Die Testphase läuft ein Jahr. Danach entscheiden die Stadtwerke, ob weitere Ladebordsteine dazukommen. „Als Impulsgeber für Innovation und urbane Zukunftsthemen treiben wir das Thema Elektromobilität im Stadtraum stetig voran. Wir agieren bei diesem Projekt ohne Fördermittel. Im kommenden Jahr können wir dann bewerten, ob dieser Ansatz für Leipzig trägt. Wenn er bei den Leipzigern so gut ankommt wie bisher für uns, würden wir uns sehr freuen.“

Die ersten beiden Pilot-Standorte befinden sich in der Nähe zur Innenstadt: Zwei Ladepunkte gibt es in der Querstraße / Ecke Dörrienstraße und zwei weitere am Alten Amtshof 2. „Andere Städte haben die Technik bereits erfolgreich im Einsatz. Wir sind nun gespannt darauf, wie unsere Kunden sie nutzen“, so Engelmann. Mit den Ladebordsteinen erweitern die Leipziger Stadtwerke ihr Lade-Portfolio um eine weitere Technologie. Sie betreiben in Leipzig und der Region aktuell über 900 öffentlich zugängliche Ladepunkte, wobei sich die Gesamtzahl im Versorgungsnetz sogar auf mehr als 1.900 (private, gewerbliche und öffentliche) Ladepunkte beläuft. Rund 56 der öffentlich-zugänglichen Ladepunkte sind als Schnelllader (HPC) ausgelegt. Ansonsten sind es typische Ladesäulen.

Technik läuft bereits in anderen Städten

„Ladebordsteine eignen sich gerade für Stadträume, in denen nicht viel Platz ist. Sie können also auch bei geringen Fußwegbreiten das Laden für E-Autos ermöglichen“, ergänzt Engelmann. „Der Hersteller Rheinmetall ist in diesem Bereich Marktführer und bietet mit seinem Produkt mehrerer Vorteile, die auch schon in anderen Städten genutzt werden. Im Winter verhindert eine Begleitheizung das Zufrieren. Bei Regen ermöglicht ein Auslass das Ablaufen des Wassers.“ Städte wie Köln oder Düsseldorf hätten mit dem Produkt bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Dort wurde ein Jahr getestet. „Die Kunden haben das System gut angenommen.“

Der Ladebordstein ermöglicht einen Zubau von Ladeinfrastruktur bei gleichzeitigem Erhalt des Stadtraums. Er bringt nur kleines zusätzliches Technik-Mobiliar in die Städte. Somit verhindert er Probleme bezüglich Restgehwegbreiten, Überbauverbote von Versorgungsleitungen, Störungen von Sichtachsen - und er passt zu den Erfordernissen des Denkmalschutzes. Engelmann: „Die Technik ist robust, für Betreiber einfach zu installieren und zu warten und kann von Pkw und Lkw an- und überfahren werden. Die Bedienung ist ebenfalls leicht.“



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