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Ausstellung: Point of No Return, Foto: Sophie Richter
Ausstellung: Point of No Return, Foto: Sophie Richter

Museum der bildenden Künste Leipzig zeigt neue Sonderausstellung

Point of No Return vom 23. Juli bis 3. November 2019

26.07.2019Kunst
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Vom 23. Juli bis 3. November 2019 zeigt das Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) eine bedeutende Sonderausstellung. Dreißig Jahre nach dem Herbst '89 blickt das Museum aus der Perspektive der bildenden Künste auf die Friedliche Revolution 1989 in der DDR sowie den gesellschaftlichen Umbruch in Ostdeutschland zurück. Unter dem Titel „Point of No Return. Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst“ zeigt es auf etwa 1.500 Quadratmetern mehr als 300 Werke aller Gattungen von 106 Künstlern. Gerade Leipzig, als der symbolische Hauptort der Friedlichen Revolution, ist prädestiniert für die deutschlandweit erste große Exposition zu diesem Thema.

In den Arbeiten der Ausstellung spiegelt sich die Vorgeschichte der Friedlichen Revolution wider. Sie zeigen die bereits in den 1980er Jahren auffallenden „Risse in der Mauer“ und deren Gründe. Auch der Fall der Mauer und der damit entstandene Umbruch sowie die Neudefinition der Kunst nach der Wende sind in den Werken thematisiert. „Die Künstler haben in vielen Fällen denn Umbruch antizipiert“, so Dr. Paul Kaiser, Direktor des Dresdner Instituts für Kulturstudien, der zusammen mit Christoph Tannert, Leiter des Künstlerhauses Bethanien in Berlin und Museumsdirektor Dr. Alfred Weidinger die Schau kuratierte. Die Werke sind in der Zeit der 1970er Jahre bis heute entstanden.

„Point of Not Return“ veranschaulicht den Gesamtzusammenhang der Arbeiten von „Hiergebliebenen“, „Rebellen und Reformern“ sowie von Künstlern, die bereits vor der Wende Ostdeutschland hinter sich gelassen hatten. Auch Werke von Künstlern, welche in der DDR geboren wurden aber die sozialistische Ideologie weniger geprägt hat, sind in der Ausstellung zu sehen. Viele junge Künstlern stellen sich heute ganz bewusst in einen Kontext ostdeutscher Kunstproduktion und dabei Fragen von Herkunft, Weitergabe von Traditionen und Mentalität oder auch von Hegemonie aufgreifen.

Dr. Alfred Weidinger betont, dass diese Ausstellung eine Notwendigkeit sei, da die Kunst der Wendezeit bis heute kaum thematisiert wurde. Es ist wichtig, mit den Künstlern aus der Zeit des Umbruchs ins Gespräch zu kommen, um die Thematik für nächste Generationen aufarbeiten zu können. Deshalb bietet das Begleitprogramm u.a. eine Filmreihe, Podiumsdiskussionen, Kuratorenführungen, Workshops und Angebote für Schulen an. Unterstützt wird dieses Programm durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Begleitend zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit ca. 440 Seiten und 240 Abbildungen im Hirmer Verlag München erschienen. Er ist im Museumsshop für 35 Euro und im Buchhandel für 45 Euro erhältlich.

Weitere Informationen: www.mdbk.de



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