Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH setzt ihr Neubauprogramm weiter konsequent fort: Drei Wochen nach der Grundsteinlegung in der Essener Straße wird auf einer anderen Baustelle das Richtfest gefeiert. In der Johannisallee unweit des Zentrums entstehen 202 Wohnungen, mehr als die Hälfte davon gefördert. Zudem starten in diesem Jahr fünf weitere Projekte.
Der Rohbau beim aktuell größten Neubauprojekt der LWB steht. In der Johannisallee wachsen seit dem vergangenen Jahr neun Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 202 Wohnungen in die Höhe. Die künftigen Bewohner können sich in den Sieben- und Achtgeschossern auf Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen freuen, zudem sind zwei Gewerbeeinheiten und zusätzliche Räumlichkeiten für die Quartiersarbeit geplant.
„Mitte des nächsten Jahres können hier die ersten Familien einziehen“, erklärte Doreen Bockwitz, Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau bei der LWB. „Der Rohbau steht, jetzt geht es an den Innenausbau.“ Die Johannisallee ist eine von drei laufenden Baustellen der LWB, vier weitere sollen dieses Jahr noch starten. „Es ist natürlich herausfordernd, in diesem Tempo neu zu bauen. Zumal wir parallel auch stetig unsere Bestände weiter sanieren“, so Bockwitz. „Aber wir wissen als kommunales Unternehmen natürlich um unsere Verantwortung, auch kostengünstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Und dieser Verantwortung kommen wir gern nach.“
In der Johannisallee entstehen 104 der 202 Wohnungen im geförderten Bereich und werden für 6,50 Euro je Quadratmeter Kaltmiete an Inhaber des Weißen Wohnberechtigungsscheins vermietet. Der sogenannte WBS muss beim Sozialamt der Stadt beantragt werden und wird einkommensabhängig bewilligt.
Möglich ist das durch Mittel aus dem Förderprogramm „Gebundener Mietwohnraum“ des Freistaates Sachsen. In der Johannisallee ist aber auch die Stadt Leipzig mit Förderungen dabei. „Ohne unsere Partner wäre dieses Neubau-Tempo bei uns nicht möglich“, erklärte Kai Tonne, LWB Geschäftsführer Finanzen und Vermögenssteuerung. „Vielen Dank deshalb an dieser Stelle für die Unterstützung und immer wieder gute Zusammenarbeit mit der Kommune, dem Land und allen anderen Partnern.“ Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt mit etwa sechs Millionen Euro, die Stadt Leipzig mit etwa einer Million Euro.
Der Bau in der Johannisallee soll mit den umliegenden Bestandsgebäuden künftig eine Einheit bilden. Der Großteil der Dachflächen wird nicht nur begrünt, sondern auch umfangreich mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. „Die LWB zeigt mit ihrem aktuell größten Vorhaben in der Johannisallee, dass Neubau auch für bezahlbaren Wohnraum möglich ist. Mehr als 200 Wohnungen, davon die Hälfte als geförderte Sozialwohnungen, ergänzen den LWB Bestand an der Messemagistrale zwischen Neuem Rathaus und Alter Messe“, sagte Heike Will, Leiterin des Amtes für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Alle Wohnungen verfügen über Balkon, Loggia oder Terrasse. Der Innenhof wird neu gestaltet – mit viel Grün, Spielplätzen, Tischtennisplatten und Aufenthaltsflächen inklusive Grill. Zudem sind für eine saubere und diskrete Abfallentsorgung Unterflurmüllbehälter geplant.
„Wir freuen uns, an dieser wichtigen Stelle in Leipzig neuen Wohnraum mit attraktiver Architektur zu realisieren“, erklärte Jens Rücker von der Implenia Hochbau GmbH. Gemeinsam mit GP Papenburg realisiert Implenia dieses Projekt als Generalunternehmer. „Wir setzen alles daran, dass das Projekt pünktlich im kommenden Jahr fertiggestellt wird“, ergänzte Stefan Brunsch von GP Papenburg. Insgesamt sind aktuell 1.200 Tonnen Stahl verbaut und etwa 8.000 Kubikmeter Beton geflossen. Während des nun folgenden Ausbaus sind etwa 1.250 Fenster zu montieren und etwa 1.500 Innentüren einzubauen. Insgesamt werden 170.000 Meter Stromkabel verlegt.
Aktuell befinden sich drei Neubauprojekte der LWB im Bau. In der Essener Straße entstehen 121 Wohnungen, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Mieterinnen und Mieter zugeschnitten sind, zudem war in der Wunderlichstraße Baustart für 91 Wohnungen. Vier weitere Neubauprojekte sollen noch in diesem Jahr starten: In der Judith-Auer-Straße sind 97 Wohnungen geplant, in der Plovdiver Straße 50 Wohnungen, in der Grünauer Allee 43 Wohnungen und in der Brambacher Straße 100 Wohnungen. Die Vorhaben in der Grünauer Allee, der Plovdiver Straße, der Brambacher Straße und der Essener Straße werden in serieller Bauweise umgesetzt. Zum Ende des Jahres werden sich somit mehr als 700 neue Wohnungen der LWB im Bau befinden.
