Aktuelles
Auwald, Foto: Stadt Leipzig
Auwald, Foto: Stadt Leipzig

Leipzigs Stadtwald: Junge Waldbestände im Fokus des Forstwirtschaftsplans 2026

Dieser wurde jetzt von der Verwaltungsspitze für das aktuelle Forstjahr beschlossen

18.02.2026 Umwelt
Stadt Leipzig

Die Pflege und Förderung der jungen Waldbestände im Leipziger Stadtwald steht im Mittelpunkt des neuen Forstwirtschaftsplans. Dieser wurde jetzt von der Verwaltungsspitze für das aktuelle Forstjahr beschlossen und verfolgt das Ziel eines nachhaltigen und zukunftsfähigen Managements des Stadtwaldes. Hinzu kommt die Pflege und Verjüngung gefährdeter Altbestände, die aktuell von Pilzkrankheiten wie dem Eschentriebsterben und der Ahorn-Rußrindenkrankheit betroffen sind. 

Mit dem Forstwirtschaftsplan werden die forstlichen Pflegemaßnahmen für 2026 im Leipziger Stadtwald beschrieben, um die Umwelt-, Klima- und Erholungsfunktion des Stadtwaldes zu sichern. Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal erläutert: „Die Pflegemaßnahmen dienen dem langfristigen Ziel, einen klimaangepassten, stabilen und artenreichen Wald zu entwickeln. Damit sollen die verschiedenen Waldfunktionen durch ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Waldmanagement gewährleistet werden.“

Im Revier Connewitz werden insbesondere jüngere Bestände in Lößnig-Dölitz, Cospuden und auf dem Agra-Gelände gepflegt, die in den letzten Jahren begründet wurden. Ziel ist hier, die Verteilung der Baumarten zugunsten widerstandsfähiger Bestände zu entwickeln. Dafür wird unter anderem auf einer Teilfläche außerhalb der Natura2000-Gebiete die besonders trockenheitsverträgliche Baumhasel angepflanzt.

Im Revier Leutzsch werden junge Waldbestände in den Bereichen Lützschena, Eichberg und Möckern gepflegt. Damit wird die Stabilität der einzelnen Bäume verbessert und das Mischverhältnis zwischen den Baumarten reguliert. Arbeitsschwerpunkt ist das Waldgebiet „Bienitz“: Hier sollen auf 15,3 Hektar junge und auch ältere Bestände gepflegt werden. Dabei werden abgestorbene und kranke Bäume teilweise entfernt, um mehr Licht zu schaffen und die nächste Waldgeneration gezielt im Wachstum zu fördern. Darüber hinaus werden auf zwei Flächen Traubeneichen gepflanzt. Diese Baumart verjüngt sich kaum auf natürliche Weise und ist für den trockenen Standort sehr gut geeignet. Die Flächen werden mit Wildschutzzäunen aus Holz, sogenannten Hordengattern, vor Verbiss geschützt. Diese dienen auch dem Schutz der Wildkatze.

Der jährliche Forstwirtschaftsplan basiert auf dem Waldgesetz des Freistaates Sachsen und entsteht in Abstimmung mit anerkannten Naturschutzverbänden sowie der Unteren Naturschutzbehörde Leipzig.

Weitere Informationen:
www.leipzig.de/stadtwald



Dieser Artikel wurde veröffentlicht von:
LEIPZIGINFO.DE
Kontakt
Empfehlungen
Nach oben