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Leipziger Windpark Tuengeda, Foto: Leipziger Gruppe
Leipziger Windpark Tuengeda, Foto: Leipziger Gruppe

Leipziger Stadtwerke investieren in erneuerbare Energien

Entwicklung eigener Energie-Projekte und Kooperation

09.04.2019Umwelt
Leipziger Gruppe

Die Stadtwerke wollen ihr Engagement in erneuerbare Energien weiter ausbauen und so den Transformationsprozess in der Energiewirtschaft aktiv mitgestalten sowie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dafür geht das Unternehmen jetzt neue Wege. Ziel ist es, im Markt für regenerative Energien rentable Wind- und Photovoltaik-Projekte in Mitteldeutschland zu identifizieren, zu entwickeln und zu realisieren - und das mehrgleisig. Dafür sollen Projekte sowohl selbst als auch in Kooperation mit erfahrenen Projektentwicklern vorangetrieben und umgesetzt werden.

"Wind- und Sonnenenergie sind die Motoren der Energiewende in Deutschland und ein wesentlicher Bestandteil unseres Erzeugungsportfolios", erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Karsten Rogall. Mit diesem Engagement leistet das Unternehmen schon heute einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Leipzig. "In den nächsten zehn Jahren wollen wir in einer Größenordnung von 100 bis 200 Megawatt in Anlagen zur Gewinnung von Wind- und Sonnenergie investieren - diese könnten perspektivisch den Strombedarf von jedem zweiten Leipziger Haushalt decken." Aktuell beschäftigt sich das Unternehmen damit, weitere Photovoltaik-Anlagen beispielsweise auf eigenen Dachflächen und Grundstücken zu installieren.

"Wir verstehen uns als regionaler Energiewendemanager und sind immer offen für aussichtsreiche Kooperationen und Partnerschaften, mit denen wir darüber hinaus Projekte gemeinsam entwickeln können", erklärt Karsten Rogall. "Dabei sind wir als kommunales Stadtwerk ein verlässlicher Partner für Kommunen und Grundstückseigentümer - ein wichtiges Argument bei der Projektakquise und -anbahnung".

Leipziger Stadtwerke gründen mit Green City die Mitteldeutsche Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Gemeinsam mit der Green City AG wollen die Stadtwerke unter dem Namen Mitteldeutsche Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (MEE) paritätisch die Entwicklung von Wind- und Photovoltaik-Projekten von der Idee bis zur Inbetriebnahme forcieren. Durch die Zusammenarbeit bündeln Stadtwerke und Green City ihre Kompetenzen und ihr Knowhow, um Erneuerbare Energien-Projekte zunächst in ausgewählten Regionen Sachsens zu realisieren.

Green City AG-Vorstand Jens Mühlhaus: "Wir freuen uns, gemeinsam mit den Stadtwerken die Energiewende vor Ort effektiv voranzutreiben. Gerade in Zeiten der EEG-Ausschreibung ist es besonders wichtig, sinnvolle Partnerschaften zur Beschleunigung der Energiewende einzugehen."

Aktuell befindet sich die MEE bereits in ersten Genehmigungsverfahren für die Errichtung von  PV-Anlagen in Sachsen und sondiert erste Windprojekte.

Leipziger Stadtwerke kooperieren mit Enertrag in der Leipziger Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Auch mit Enertrag werden die Stadtwerke künftig enger zusammenarbeiten und haben dazu eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, an der die Unternehmen ebenfalls mit je 50 Prozent beteiligt sind. Als Leipziger Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (LEE) wollen die Unternehmen Projekte gemeinsam akquirieren und entwickeln sowie Windenergieanlagen an Land und im Rahmen des so genannten Repowerings betreiben. Im Bereich der Windenergie versteht man unter Repowering insbesondere den Ersatz von Altanlagen durch neue, was die effizientere Nutzung des Standortes erlaubt.

Ziel der Kooperation ist es, langfristig mit neuen Windparks den Anteil regenerativer Energien in Mitteldeutschland zu erhöhen. Dabei konzentrieren sich die Unternehmen mit der LEE auf Windparkprojekte im zweistelligen Megawatt-Bereich. Aktuell werden Projekte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bearbeitet. Die Kooperationspartner wollen sich darüber hinaus gemeinsam an Ausschreibungen beteiligen sowie  innovative Projektansätze realisieren, die die Sektorenkopplung und Industriekundenversorgung befördern.

"Die Rahmenbedingungen sind in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Zum Teil auch aus politischen Gründen erfolgen die Fortschreibungen der Regionalpläne sehr langsam. Andererseits sind die Zielgebiete stark industriell vorgeprägt bzw. liegen sogar im Bereich der Regionen des Strukturwandels vom Braunkohlenabbau hin zu Folgelandschaften mit anzusiedelnden neuen Industrien und damit verbunden Chancen. Diesen Transformationsprozess möchten wir durch unsere gemeinsame Partnerschaft erfolgreich mitgestalten", erklärt Johannes Kauffmann, Abteilungsleiter Kooperation und Projektentwicklung bei Enertrag und Geschäftsführer der neugegründeten LEE.

Aktuell hat die Kooperationsgemeinschaft den Zuschlag für die Nutzung von Grundstücken für einen geplanten Windpark in Brandenburg erhalten.



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