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Leipziger Pflastergeschichte/n – zum Mitmachen!

GWZO-Projekt sammelt persönliche Geschichten zum Leipziger Pflaster

11.05.2026 Stadtinformationen
Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

Das Pflaster einer Stadt ist mehr als nur der Boden unter unseren Füßen – es trägt Geschichte in sich, aber auch viele persönliche Geschichten. Mit dem partizipativen Projekt „Leipziger Pflastergeschichte/n“ lädt das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) alle Leipziger*innen dazu ein, ihre Erinnerungen und Erfahrungen rund um Straßenbeläge, Gehwege und Gangarten in der Stadt zu teilen. Damit wirkt die Stadtbevölkerung gleichzeitig aktiv an einem Ausstellungsprojekt mit.

Ob Granitplatten, Waschbetonfliesen, unbefestigte Schluppe oder Schlackensteine – jedes Material steht für eine bestimmte Zeit, jede Oberfläche prägt den Charakter eines Ortes und beeinflusst, wie wir uns durch die Stadt bewegen. Das Leipziger Pflaster erzählt von industriellen Entwicklungen, Infrastrukturprojekten, politischen Umbrüchen und Umwelteinflüssen – aber auch von ganz persönlichen Erfahrungen.

Das stadtgeschichtliche Projekt unter der Leitung von Dr. Stephanie Weismann versteht alle Leipziger und Leipzigerinnen als Expert*innen für den Boden unter ihren Füßen. Gesammelt werden Beobachtungen, Kenntnisse und Erinnerungen an und zu Leipzigs Pflaster, um zu zeigen, wie eng die Materialität des Stadtraums mit persönlichen Lebenswegen verbunden ist.

Aus den eingereichten Beiträgen entsteht ein digitales Archiv zur Leipziger Pflastergeschichte als Teil der Leipziger Stadtgeschichte. Eine Auswahl der zusammengetragenen Geschichten wird zudem im Rahmen der Wanderausstellung „Umbrüche und Transformationen“ des gleichnamigen Leibniz-Labs präsentiert, die vom 14. Juni bis 25. Juli 2027 in der Wandelhalle des Neuen Rathauses in Leipzig zu sehen sein wird.

„In jedem Pflaster steckt viel Geschichte, aber auch viele persönliche Geschichten – die uns buchstäblich zu Füßen liegen. Aber wer achtet schon darauf, was wir täglich quasi mit Füßen treten? Dabei finden sich auf dem Boden so viele spannende Spuren, die Aufschluss über die Geschichte der Region wie auch seine Bewohner*innen geben. Neben meinem Interesse für das materielle Erbe der Stadt Leipzig möchte ich damit auch auf das immaterielle Erbe persönlicher Erfahrungen aufmerksam machen.“, so Stephanie Weismann.

Mitmachen können Interessierte auf verschiedenen Wegen: per Online-Fragebogen, per E-Mail oder bei einem gemeinsamen Pflasterspaziergang durch Leipzig.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter:
https://pflastergeschichten.leibniz-gwzo.de



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