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Aktuelles

Studentische Mietpreise: Sachsen bundesweit am zweitgünstigsten

Studierende in Sachsen zahlen 302 Euro Warmmiete pro Monat

Stadtinformationen

Grafik: Studitemps GmbH / Maastrich University

Grafik: Studitemps GmbH / Maastrich University

Der in den Ballungszentren ohnehin aufgeheizte Wohnungsmarkt hat für Studierende gerade zu Semesterbeginn wenig Gutes zu bieten. Zentral gelegener Wohnraum ist nicht nur schwer zu finden, sondern auch hoch im Preis. Für viele Erstsemester oder Wechselnde von Hochschulen und Studiengängen ein echtesProblem. In Sachsen lag die studentische Warmmiete im Untersuchungszeitraum bei 11,69Euro/m², was Platz 15 im bundesweiten Mietpreisvergleich der Länder bedeutet.

Zu diesem Ergebnis kommt die 11. Erhebung der Studienreihe "Fachkraft 2030", die von Studitemps zusammen mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University im März 2018 durchgeführt wurde. Bundesweit nahmen rund 18.000 Personen an der Befragung teil.

Studierende in Sachsen zahlen 302 Euro Warmmiete pro Monat
Zum Vergleich: In Hamburg, Deutschlands teuerstem Bundesland, mussten Studierende zum Sommersemester 2017 eine Warmmiete von durchschnittlich 17,35 Euro/m² bezahlen - also fast 6 Euro mehr als in Sachsen. Bundesweit am günstigsten war mit 11,35 Euro/m² hingegen die Situation in Thüringen. Daneben wurde im Rahmen der Befragung auch die absolute Mietbelastung pro Kopf analysiert. Hier zeigt sich für Sachsen, dass Studierende im Durchschnitt 302 Euro pro Monat für die Begleichung der Warmmiete aufbringen müssen, der geringste Wert auf Bundesebene.

Mietbelastungs-Index in Sachsen: 31,1 Stunden Arbeit pro Monat
Zudem wurde in der Mietfrage folgendem Aspekt nachgegangen: Wie viele Arbeitsstunden müssten Studierende pro Bundesland und Monat investieren, um sich die Warmmiete leisten zu können? Hierfür wurde neben der absoluten monatlichen Mietbelastung das regionale studentische Lohnniveau ermittelt. Da dieses in Sachsen zum Erhebungszeitraum 9,71 Euro/h betrug, liegt der Mietbelastungs-Index bei 31,1 Arbeitsstunden pro Monat (Platz 16 bundesweit). Auch hier der Regionalvergleich: In Hamburg fallen für die Deckung des Mietbetrages 42 Stunden Arbeit an (Platz 1), also 11 Stunden bzw. fast anderthalb Vollzeittage mehr als in Sachsen.

Stichprobe und weiterführende Informationen
Die Berechnungen beziehen sich ausschließlich auf Studierende, die tatsächlich monatlich Miete zahlen. Dies betrifft 78,6 Prozent der Befragten. Personen, die mietfrei wohnen, z. B. bei den Eltern oder Verwandten, wurden nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zum Thema studentische Mieten finden sich in einem Blogbeitrag unter studitemps.de/magazin/neues-aus-dem-studentischen-leben-spassbremse-wohnungsmarkt, darunter Detailergebnisse für bundesweit über 30 Städte mit einer Fallzahl von mindestens 100 Befragten sowie Informationen zu studentischen Wohnformen. Ferner ist die Komplettversion der Sonderauswertung "Studium und Nebenerwerbstätigkeit" unter studitemps.de/studium-und-nebenerwerbstaetigkeit verfügbar.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht von: Lars Schumann

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