Wie stärkt Europa seine digitale Souveränität in einer zunehmend unsicheren Welt? Und wie können Unternehmen, Lieferketten und kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger gegenüber Cyberangriffen werden?
Mit diesen Fragen stand die Eröffnung des neuen Leipziger Standorts der Northwave Deutschland GmbH im Zeichen eines Themas, das für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Der unabhängige europäische Cybersecurity-Anbieter baut damit seine Präsenz in Deutschland weiter aus und setzt ein Zeichen für mehr digitale Resilienz und europäische Handlungsfähigkeit. Die Northwave Group ist seit sechs Jahren im DACH-Markt aktiv und verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in den Bereichen Cybersecurity, Incident Response und Cyber-Resilienz. Das Unternehmen arbeitet zudem sehr eng mit europäischen Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden zusammen.
„Viele Unternehmen diskutieren digitale Souveränität noch als technisches Thema. Tatsächlich geht es um die Frage, wie widerstandsfähig Unternehmen gegenüber Cyberangriffen, geopolitischen Veränderungen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern aufgestellt sind. Gerade für den deutschen Mittelstand wird das zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“, sagt Eileen Walther, General Manager der Northwave Deutschland GmbH.
Leipzig als Standort für digitale Resilienz
Mit der Eröffnung des neuen Büros setzt Northwave bewusst auf Leipzig. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Technologie-, Logistik- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Vom Leipziger Standort aus will Northwave mit gut 30 Mitarbeitenden insbesondere den Dialog mit mittelständischen Unternehmen, Partnern und Institutionen in der Region sowie dem gesamten deutschen Markt intensivieren aber auch das weitere Wachstum im DACH-Raum unterstützen.
Geprägt durch geopolitische Spannungen und neue technologische Herausforderungen gewinnen gleichzeitig Themen wie Cyber-Resilienz, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung.
„Cyber-Resilienz entsteht nicht erst im Krisenfall. Sie entsteht durch die richtigen Entscheidungen bei Technologie, Partnern und Sicherheitsstrategien. Unternehmen müssen verstehen, welche Risiken sie eingehen und welche Handlungsspielräume sie sich langfristig erhalten möchten“, so Eileen Walther.
Europäische Perspektiven auf digitale Souveränität
Zur Eröffnung kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Cybersicherheit zusammen. Zu den Gästen zählten unter anderem Hesther Somsen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland, Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit, Peter Ledermann, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer von Unite sowie Petra Oldengarm, Präsidentin der Northwave Group sowie zahlreiche Gäste und Kunden.
Im Rahmen der Paneldiskussion „Digitale Souveränität – wie Europa Resilienz neu definiert“ diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung unabhängiger europäischer Kompetenzen für Wirtschaft, Verwaltung und kritische Infrastrukturen.
„Europäische Unternehmen brauchen europäische Handlungsfähigkeit. Digitale Souveränität entsteht dort, wo starke lokale Kompetenzen, belastbare Partnerschaften und unabhängige Cybersecurity-Expertise zusammenkommen. Der Schutz des Mittelstands ist dabei eine zentrale Aufgabe“, sagt Petra Oldengarm, Präsidentin der Northwave Group.
„Cybersicherheit kennt keine Grenzen. Angriffe können auf der anderen Seite der Welt beginnen und innerhalb kürzester Zeit Auswirkungen auf Unternehmen und Organisationen in Europa haben. Deshalb sind internationale Zusammenarbeit und starke europäische Partnerschaften ein entscheidender Bestandteil unserer Sicherheit.“, ergänzt Hester Somsen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland.
Die Eröffnung in Leipzig ist damit mehr als eine Standorterweiterung: Sie ist Teil des langfristigen Engagements von Northwave für einen resilienten, handlungsfähigen und digital souveränen europäischen Wirtschaftsraum.
