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Ausstellung Charta 77 Story, Foto: Kirsten Nijhof
Ausstellung Charta 77 Story, Foto: Kirsten Nijhof

Kostenfreie Führungen zum eintrittsfreien Mittwoch im Stadtgeschichtlichen Museum

Schiller, Stadtgeschichte und Subkultur am 2. Oktober 2019

27.09.2019Kultur
Stadtgeschichtliches Museum

Zum monatlichen eintrittsfreien Mittwoch am 2. Oktober 2019 lädt das Stadtgeschichtliche Museum zu gleich drei unterschiedlichen Führungen in seinen Häusern und Ausstellungen ein.

Um 15 Uhr entdecken die Besucherinnen und Besucher Auf Schillers Spuren in Leipzig und Gohlis das 300 Jahre alte Bauernhaus, in dem der Dichter Friedrich Schiller 1785 logierte und welches nun seinen Namen trägt. Das Schillerhaus ist nicht nur ein charmanter Originalschauplatz, sondern auch ein einzigartiges kulturhistorisches Denkmal des frühen 18. Jahrhunderts. Inspiriert von zahlreichen neuen Begegnungen und Freunden wie Christian Gottfried Körner und Georg Joachim Göschen schrieb Schiller hier die erste Fassung der Ode „An die Freude“.

Um 17 Uhr gibt es dann im Alten Rathaus die Möglichkeit, sich einem Spaziergang durch zwei Jahrhunderte Stadtgeschichte anzuschließen. Nach einer Einführung am Leipziger Stadtmodell wandeln die Besucherinnen und Besucher mit Kuratorin Dr. Johanna Sänger von der Zeit der Industrialisierung durch das Kaiserreich und die Goldenen Zwanziger. Einen Abstecher gibt es auch in die düsteren Kapitel Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg. Authentische Objekte laden weiterhin dazu ein, das Leben in der DDR zu entdecken und durch die Jahre der Wende und der Friedlichen Revolution bis in die jüngste Vergangenheit zu reisen. Gemeinsam entdeckt werden ungewöhnliche Präsentationen innerhalb der Ausstellung, darunter die Bild-Klang-Installation auf dem Dachboden des Alten Rathauses.

Ebenfalls um 17 Uhr startet die kostenfreie Führung durch die Ausstellung Charta 77 Story im Haus Böttchergäßchen. Hier setzt die Zeithistorikerin Dr. Yvonne Fiedler bei der Vorgeschichte der Bürgerinitiative „Charta 77“ an und berichtet von einer Hochzeit im Januar 1976 über ein Untergrund-Musikfestival, Verhaftungen und Gefängnisstrafen für Akteure der tschechoslowakischen Subkultur bis hin zu heimlichen redaktionellen Treffen für die Charta in einem Prager Wohnzimmer im Dezember 1976. Der Rundgang stellt wichtige Akteure vor und verfolgt deren Wege bis in die Zeit der Samtenen Revolution. Abschließend rücken die Reaktionen auf die Charta 77 in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR in den Fokus.

Der Eintritt zu den Führungen ist frei.



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