Mit einer am Dienstag (30.06.2026) unterzeichneten Kooperationsvereinbarung legten beide Einrichtungen den Grundstein für eine gemeinsame Professur für „Information Retrieval und Natural Language Processing“ an der Fakultät Informatik und Medien der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Für die HTWK Leipzig ist es die erste institutionelle Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW).
Ziel der langfristigen Zusammenarbeit ist es, modernste digitale Methoden wie automatisierte Sprachverarbeitung und KI-gestützte Informationsgewinnung in der geisteswissenschaftlichen Langfristforschung an Studierende zu vermitteln. Die neue Professur soll in den kommenden fünf Jahren von besonderem Freiraum für Forschung profitieren und direkt mit aktuellen Projekten der Akademie verknüpft werden, in denen u.a. gerade digitale Handschriften- und Wasserzeichen-Erkennung, KI-basierte Auswertung großer Textmengen genutzt und laufend weiterentwickelt werden. Beide Institutionen erwarten sich davon einen Innovationsschub an der Schnittstelle von Informatik und Geisteswissenschaften (Digital Humanities) sowie eine engere Verzahnung von akademischer Lehre und außeruniversitärer Forschung.
SAW-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Knölker betont den Nutzen für die Nachwuchsförderung: „Die zahlreichen Projekte im europaweit einzigartigen Akademienprogramm bringen große Innovationsschübe auf dem Gebiet der Digital Humanities mit sich. Wir freuen uns, wenn wir diese Erfahrungen an die Studierenden weitergeben und im besten Fall zugleich auch die Faszination für digitale geisteswissenschaftliche Langfristforschung entfachen können.“
Für HTWK-Rektor Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller ist die Partnerschaft ein Meilenstein für die Hochschule: „Forschung und Entwicklung im Bereich des Natural Language Processing ist ein unverzichtbarer Baustein für das, was KI heute ausmacht. Für die HTWK Leipzig bedeutet die Zusammenarbeit mit der renommierten SAW eine große Chance: Sie kann ihre Kompetenzen zeigen und wird gleichzeitig von der hervorragenden Forschung der SAW und den konkreten Anwendungsmöglichkeiten profitieren.“
Die Professur wird im Laufe des zweiten Halbjahres 2026 als unbefristete W2-Vollzeitprofessur ausgeschrieben.
