Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 19.00 Uhr findet in der Reihe Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte ein Vortrag und Gespräch mit Lisa Leticia Weitzmann (Studentin am Historischen Seminar der Universität Leipzig) zum Thema „Kampfgeist, Kreativität und Kontaktanzeigen. Lesbisches Leben in der DDR“ im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig statt.
Was bedeutete es, in der DDR als lesbische Frau zu leben? Homosexualität zwischen Frauen war nicht gesetzlich verboten – im Gegensatz zu männlicher Homosexualität, die bis 1968 strafbar war. Das hieß jedoch nicht, dass sie staatlich oder gesellschaftlich toleriert wurde. Homosexuelle Frauen mussten kreative Wege finden, sich untereinander kennenzulernen und zu vernetzen. Oft genug wurde lesbisches Leben sogar als ‚asoziales Verhalten‘ verfolgt.
Doch lesbische Frauen nahmen diese diskriminierenden Verhältnisse keineswegs passiv hin. Stattdessen bildeten sie widerständige Strategien heraus, um sich im Rahmen der sozialen und rechtlichen Umstände Raum für selbstbestimmtes Handeln zu verschaffen. Ihre Methoden reichten von kreativ genutzten Kontaktanzeigen über informelle Netzwerke und Treffen in Privatwohnungen bis hin zur organisierten Lesbenbewegung, die sich unter dem Schutz der evangelischen Kirche zusammenschloss.
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Forum live
Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte
Kampfgeist, Kreativität und Kontaktanzeigen. Lesbisches Leben in der DDR
Vortrag und Gespräch mit Lisa Leticia Weitzmann (Studentin am Historischen Seminar der Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig
Eintritt frei
