Ein neuer Katalysator für Mitteldeutschlands Deep-Tech-Szene: Die HHL Leipzig Graduate School of Management und das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) bündeln ihre Kräfte. Mit ihrer jüngst besiegelten Partnerschaft wollen sie naturwissenschaftliche Spitzenforschung und Unternehmertum in der Region enger zusammenbringen. Die gemeinsamen Ziele: Gründungsorientierung im Bereich Deep Tech vorantreiben und wissenschaftliche Erkenntnisse zügig in marktfähige Anwendungen überführen. Zugleich schafft die Kooperation neue interdisziplinäre Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Forschenden beider Häuser aus Natur- und Wirtschaftswissenschaften.
Damit treiben HHL und CTC Innovationen entlang des Dreiklangs aus Wissenschaft, Transfer und Bildung voran. Sie überführen exzellente Forschung in Ausgründungen und qualifizieren die nächste Generation von Forschenden sowie Unternehmerinnen und Unternehmern. Dafür greifen vier Hebel ineinander: Aus- und Weiterbildung, interaktive Austauschformate, Gründungsunterstützung sowie die strategische Nutzung von geistigem Eigentum.
Science meets Business: Inhalte der Kooperation
Geplant sind gegenseitige Lehrbeiträge, gemeinsame Kurse und Workshops sowie praxisnahe Abschlussarbeiten auf Basis realer Deep-Tech-Szenarien. So bringen beide Partner wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in unternehmerische Kontexte ein und führen Studierende an wissenschaftsbasiertes Unternehmertum (Sciencepreneurship) heran.
Kurzfristig umsetzbare Austauschformate wie Lunch Talks oder Mikro-Workshops schaffen erste Anknüpfungspunkte für fachlichen Dialog und künftige Zusammenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung frühphasiger Geschäftsideen, vor allem bei technologisch komplexen und risikoreichen Deep-Tech-Projekten. Vorgesehen sind interdisziplinäre Matchmaking-Formate zur Teambildung, Meet-and-Learn-Sessions mit Alumni- Gründerinnen und -Gründern sowie niedrigschwellige Beratungsangebote für Early-Stage-Ideen.
Darüber hinaus entwickeln HHL und CTC gemeinsame Ansätze, um Technologien, geistiges Eigentum und Produktentwicklung enger zu verzahnen. So sollen tragfähige Kommerzialisierungspfade für Deep-Tech-Innovationen entstehen.
Zusammenarbeit wird bereits gelebt
Flankiert wird die Kooperation durch die Teilnahme an Veranstaltungen der jeweils anderen Einrichtung. Ein erster erfolgreicher Auftakt war die HHL Entrepreneurship Week im April, die führende Gründungszentren und Startup-Coaches sowie Forschende und Studierende aus ganz Europa in Leipzig versammelte. Ein interdisziplinäres Team des CTC stellte seine Forschung in einer Poster-Session und einem Fachvortrag vor.
Stimmen zur Kooperation
„Unsere Zusammenarbeit mit dem CTC ist ein Zugewinn für das Innovationsökosystem der Region. Gemeinsam bringen wir Talente, Technologien und unternehmerische Kompetenz zusammen und stärken so den Deep-Tech-Standort Mitteldeutschland“, erklärt Prof. Dr. Tobias Dauth, Rektor der HHL.
„Die Transformation der Chemie braucht mehr als exzellente Forschung – sie braucht Menschen, die wissenschaftliche Ideen in unternehmerische Lösungen übersetzen. Genau hier setzt unsere Kooperation mit der HHL an: Wir schaffen eine strukturierte Plattform, auf der betriebswirtschaftliche und naturwissenschaftliche Kompetenzen gezielt zu einem integrierten Sciencepreneurship-Ansatz zusammengeführt werden. Damit fördern wir aktiv die Entwicklung innovativer Geschäftsideen aus der chemischen Forschung und unterstützen deren Überführung in nachhaltige, marktfähige Anwendungen“, ergänzt Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Seeberger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des CTC.
