Es geht Schlag auf Schlag bei der LWB: Vor fünf Tagen hat das Unternehmen Richtfest für 121 geförderte Senioren-Wohnungen in der Essener Straße gefeiert. Heute wurde der Grundstein für 97 Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen in der Judith-Auer-Straße im Leipziger Ortsteil Reudnitz-Thonberg gelegt.
In unmittelbarer Nähe zum Botanischen Garten und der Uniklinik entsteht ein neungeschossiges Gebäude mit einem vielfältigen Wohnungsangebot. Baustart für dieses Neubauprojekt der LWB war Ende März, die Fertigstellung ist für Oktober 2028 geplant.
„Der Neubau wird ein Zuhause für alle Generationen bieten, vom Single über Familien bis hin zu Senioren“, erklärte Doreen Bockwitz, Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau zur Grundsteinlegung. „Besonderes Highlight wird der Dachgarten sein – ein perfekter Ort für Begegnung und Austausch unter den künftigen Mieterinnen und Mietern.“ Die LWB stehe als kommunaler Vermieter in besonderer Weise in der Verantwortung, ein Wohnungsangebot für verschiedene Ziel gruppen bereitzustellen. „Insgesamt 66 der 97 Wohnungen sind gefördert und damit für Menschen mit kleinen Einkommen reserviert“, sagte Bockwitz. Voraussetzung für die Anmietung ist der weiße Wohnberechtigungsschein (WBS), bei einigen Einheiten der lila WBS. „Die Kaltmieten je Quadratme ter liegen bei diesen Wohnungen für Inhaber des weißen WBS bei 6,90, für Inhaber des lila WBS bei 8,97 Euro.“
Der lila WBS ist neu in Leipzig und beinhaltet höhere Einkommensgrenzen. Er ist für Haushalte gedacht, deren Einkünfte knapp über den Grenzen des weißen WBS liegen. Beantragt werden der lila und der weiße WBS jeweils beim Sozialamt der Stadt Leipzig. Für die LWB ist das Projekt in der Judith-Auer-Straße der erste Neubau, bei dem auch Mittel aus dem zweiten Förderweg der Sozia len Wohnraumförderung genutzt werden.
Dass die LWB zu diesen Kaltmietpreisen an den Markt gehen kann, sei vielen Partnern zu verdanken, sagte Kai Tonne, Geschäftsführer Finanzen und Vermögenssteuerung. „Der Neubau wird unter anderem mit insgesamt etwa vier Millionen Euro vom Freistaat Sachsen über die Förderung Gebun dener Mietwohnraum unterstützt.“ Zudem gebe die Stadt Leipzig weitere 380.000 Euro dazu, um die Wohnungen für 6,90 Euro Kaltmiete je Quadratmeter anbieten zu können. „Doch damit nicht genug“, so Tonne.
„Wir erhalten einen Zuschuss der Stadt für naturbasierte Lösungen in Höhe von 100.000 Euro.“ Und nicht zuletzt fördere die Europäische Sozialbank CEB das Vorhaben mit einem zinsgünstigen Kredit in Höhe von 19,8 Millionen Euro. „Das sind wesentliche Gründe dafür, dass die LWB ihr Neubauprogramm in diesem Tempo durchziehen kann“, erklärte Tonne. Thomas Dienberg, Baubürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der LWB, sagte: „Mit 66 neuen Sozialwohnungen trägt das Bauvorhaben dazu bei, dass Wohnen in Leipzig bezahlbar bleibt. Ge förderter Neubau ist ein entscheidender Hebel, um die Mietpreise langfristig zu dämpfen.“ Er fügte hinzu: „Zusätzlich zeigt die LWB ihre soziale Verantwortung darin, dass hier in zentraler Lage dringend benötigter barrierefreier Wohnraum geschaffen wird. Wir können uns als Stadt Leipzig also glücklich schätzen, solch eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu haben.“
Das Neubauvorhaben in der Judith-Auer-Straße wird gemeinsam mit der GP Papenburg Hochbau GmbH als Generalunternehmer realisiert. „Ein Grundstein steht für den Anfang von etwas Neu em – und genau das schaffen wir hier: modernen, bezahlbaren und zukunftsfähigen Wohnraum für Leipzig“, sagte Niederlassungsleiter Stefan Brunsch. „Gemeinsam mit unserem Partner LWB reali sieren wir ein Wohnensemble, in dem Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ein Zuhause finden werden und das das Stadtviertel langfristig bereichern wird.“ Dafür wurden bereits 10.000 Tonnen Erde bewegt, 485 Quadratmeter Verbauausfachung mit Stahlplatten verbaut und 544 Meter Verbauträger eingebracht. „Wir freuen uns, dieses anspruchsvolle Projekt für die LWB realisieren zu können“, so Brunsch.
Zusätzlich zur Judith-Auer-Straße befinden sich aktuell Wohnungen in der Johannisallee, der Wunderlichstraße, der Plovdiver Straße, der Grünauer Allee und der Essener Straße im Bau – in Summe 600 Einheiten
