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Professor Rudolf Horn in seinem schwarzen Clubsessel, Foto: Esther Hoyer
Professor Rudolf Horn in seinem schwarzen Clubsessel, Foto: Esther Hoyer

GRASSI Museum präsentiert neue Möbel des Gestalters Rudolf Horn

Neuauflage seines Clubsessels aus den 1960er Jahren ab 17. September 2019 zu sehen

18.09.2019Stadtinformationen
GRASSI Museum

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst präsentiert ab 17. September 2019 neue Möbel des Designers Rudolf Horn (*1929). Der in Leipzig lebende Gestalter ist vor allem bekannt für das erfolgreichste Möbelprogramm der DDR, das modulare Wohnsystem MDW (Montagemöbel Deutsche Werkstätten). Jetzt hat er zusammen mit den Deutschen Werkstätten eine Neuauflage seines Clubsessels aus den 1960er Jahren initiiert. Dieser Freischwinger und weitere neue Varianten werden bis zum Ende der Sonderausstellung „Bauhaus_Sachsen“ am 29.09.2019 in der Pfeilerhalle gezeigt. Besucher können die Stahlrohr-Sitzmöbel ausprobieren.

Der 1929 in Waldheim geborene Designer Rudolf Horn wurde vor allem mit den Montagemöbeln der Deutschen Werkstätten (MDW) berühmt, die er gemeinsam mit Eberhard Wüstner in den Jahren 1966/67 in seinem Leipziger Atelier konzipierte. Hier wurde die Idee der Variabilität für den Nutzer in die Praxis umgesetzt. Das sogenannte MDW-Programm sollte nicht als fertiges Möbel, sondern als variabel-funktionales Baukastensystem den individuellen Bedürfnissen der Nutzer zur Verfügung stehen, das erst in der Wohnung Gestalt aufnahm. Im Auftrag des VEB Deutsche Werkstätten Hellerau wurde es entwickelt, 1967 mit großem Erfolg auf der Leipziger Messe vorgestellt und in der Folge fast 30 Jahre von dem Unternehmen hergestellt. Das Konzept der Variabilität dachte Rudolf Horn revolutionär weiter und übertrug es bald auf das Raumgefüge der gesamten Wohnung.

Rudolf Horn beschäftigte sich nicht nur mit Systemmöbeln, sondern immer wieder auch mit hochwertigen, technisch anspruchsvollen „Solitären“. So widmete er sich dem seit dem Bauhaus wichtigen Thema „Stahl im Möbelbau“. Seine Flachstahlmöbel sind ein herausragendes Beispiel dafür. Der freischwingende Sessel mit passendem Fußhocker und die dynamische Liege bündeln den Gestaltungsanspruch der Moderne des 20. Jahrhunderts und tragen ihn ins 21. Jahrhundert.



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