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Foto: Stadt Leipzig
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Gedenktafel in Leipzig für Edith Mendelssohn Bartholdy

Enthüllung am 10. Juli 2024 um 11 Uhr in der Elsterstraße 40

08.07.2024Stadtinformationen
Stadt Leipzig

Leipzig würdigt am 10. Juli 2024 Edith Mendelssohn Bartholdy (1882-1969) mit einer Gedenktafel in der Elsterstraße 40. Sie war Sozial- und Kulturpolitikerin sowie Förderin des Leipziger Kulturlebens ihrer Zeit. Die Gedenktafel wurde von dem Leipziger Künstler Hael Yxxs entworfen. Die Bürgermeisterin für Kultur, Dr. Skadi Jennicke, und die Kulturwissenschaftlerin Gerlinde Kämmerer werden um 11 Uhr die Tafel feierlich enthüllen. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

„Mit der Erinnerung an Edith Mendelssohn Bartholdy ehren wir eine der ersten weiblichen Stadtverordneten dieser Stadt, die nicht nur sozialpolitisch besonders engagiert war, sondern auch die Leipziger Kulturlandschaft wesentlich geprägt hat. Ich freue mich, dass ihr Name und ihre Geschichte nun im Stadtbild präsent sind und so eine breitere Öffentlichkeit erreichen“, sagt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.

Edith Mendelssohn Bartholdy war die Ehefrau des Enkelsohnes Ludwig von Felix Mendelssohn Bartholdy. In Berlin geboren, dort als Lehrerin tätig, übersiedelte sie gemeinsam mit ihrem Mann 1910 nach Leipzig. Als Sozial- und Kulturpolitikerin war sie vielseitig engagiert. Sie setzte sich u.a. für eine geregelte Säuglingsbetreuung ein. Die Max-Reger-Gesellschaft unterstützte sie ebenso wie das Grassimuseum, welches dieses Jahr 150. Jubiläum feiert. 1930 war sie Gründerin und Vorsitzende der Leipziger Gruppe der GEDOK – dem ältesten, europaweit größten Netzwerk für Künstlerinnen.

Von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern gedrängt, emigrierte die Jüdin 1938 nach England. Dort unterrichtete sie Flüchtlingskinder. Im Jahr 1951 kehrte sie nach Deutschland zurück und nahm ihren Wohnsitz in Köln. In den folgenden 18 Jahren bis zu ihrem Tod engagierte sie sich weiterhin im sozialen Bereich. Sie setzte sich dafür ein, dass der Mensch im Alter nicht ohne Arbeit dasteht, „denn nichts macht schneller alt und krank als Untätigkeit“. 



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