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Neubau in der Prager Straße, Foto: Stadt Leipzig
Neubau in der Prager Straße, Foto: Stadt Leipzig

Für mehr bezahlbares Wohnen: Stadt Leipzig stellt Konzeptverfahren neu auf

Wohnungsneubau auf städtischen Grundstücken soll vereinfacht und flexibler gestaltet werden

19.02.2026 Stadtinformationen
Stadt Leipzig

Die Stadt will ihre Konzeptverfahren für Wohnungsneubau auf städtischen Grundstücken vereinfachen und flexibler gestalten. So sollen die Kriterien, anhand derer die eingereichten Konzepte bewertet werden, an die Grundstücksgröße angepasst werden: Bei kleineren Grundstücken unter 1.000 Quadratmetern könnte dann auf zusätzliche Pflichtkriterien verzichtet werden und es auch möglich sein, diese Flächen zu kaufen anstatt zu pachten. Bisher war hier nur eine Vergabe im Erbbaurecht vorgesehen. Die entsprechende Neuausrichtung der Konzeptverfahren nach einem Vorschlag von Baubürgermeister Thomas Dienberg hat die Stadtspitze jetzt beschlossen. Der Stadtrat entscheidet abschließend darüber.

Konzeptverfahren sind ein Instrument der Stadt Leipzig, um Wohnen vielfältig, bezahlbar und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Kommunale Grundstücke werden dabei nicht aufgrund eines Höchstpreises, sondern anhand verschiedener wohnungspolitischer Ziele und Kriterien an Bauwillige vergeben – etwa nach Sozial- oder Nachhaltigkeitsaspekten, aber auch zur innerstädtischen Eigentumsbildung. So können innovative Wohn- und Nutzungsmodelle entstehen, etwa für Menschen mit Behinderung, Mehrgenerationenprojekte oder als so genannte Clusterwohnungen, bei denen private- und Gemeinschaftsräume miteinander kombiniert werden.

Baubürgermeister Thomas Dienberg sagt: „An den erfolgreich umgesetzten Beispielen – wie in der Breitschuhstraße oder der Cichoriusstraße – sieht man, welchen Mehrwert diese Konzeptverfahren auch für die Stadtgesellschaft haben: sie bringen mehr Stabilität und Gemeinschaft in die Nachbarschaften und übernehmen eine Vorreiterrolle beim experimentellen und nachhaltigen Bauen.“

Die Konzeptverfahren sind Teil der Leipziger Strategie, die Wohnraumversorgung der Stadt bedarfsgerechter zu gestalten. Sie werden seit 2018 in Leipzig angewandt und wurden umfangreich evaluiert. Zuletzt war demnach die Bewerberzahl in den Verfahren zurück gegangen, etwa weil die Baufinanzierung schwieriger ist und weniger gefördert wird, aber auch weil zu hohe Anforderungen an die Konzepte gestellt wurden. 

Die Neukonzeption hilft dabei, städtische Grundstücke für den mehrgeschossigen Wohnungsbau in Zukunft wieder erfolgreich veräußern zu können. Weitere Informationen gibt es online unter www.leipzig.de/konzeptverfahren. Beispiele von Häusern, die über ein Konzeptverfahren entstanden sind, werden am 24. Februar 2026 bei der Reihe „Architektur im Film“ vorgestellt. Auch zu den diesjährigen Tagen der Architektur, am 27. und 28. Juni 2026, öffnen mehrere Häuser ihre Türen für die Öffentlichkeit.



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