Die LWB sorgt weiter für Wohnraum: In der Essener Straße wird der Grundstein für den nächsten Neubau gelegt. Es ist das erste Projekt, dass die LWB in serieller Bauweise umsetzt. Vier weitere Vorhaben der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) sind in der konkreten Planung und sollen noch dieses Jahr starten.
Bis zum kommenden Jahr entstehen in der Essener Straße im Leipziger Stadtteil Mockau 121 geförderte Senioren-Wohnungen. Wie beim Neubau in der Kieler Straße sollen ins Erdgeschoss soziale Dienstleister wie etwa eine Tagespflege, Physiotherapie oder eine Arztpraxis einziehen. Alle Wohnungen sind barrierefrei und werden einen Balkon oder eine Terrasse haben. Insgesamt 15 Prozent der Wohnungen werden speziell für Rollstuhlfahrer konzipiert. Geplant sind zudem ein grüner Innenhof, eine Fassadenbegrünung, ein Gründach und eine Photovoltaikanlage.
„Ich freue mich, dass wir in der Essener Straße zum zweiten Mal einen Neubau errichten, der auf die Bedürfnisse der älteren Leipzigerinnen und Leipziger ausgelegt ist“, erklärt Doreen Bockwitz, Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau bei der LWB. „Wir sehen uns als kommunaler Vermieter auch in der Verantwortung, die Wohnbedarfe zu ermitteln und darauf zu reagieren.“ Für die LWB sei dieses Projekt auch aus anderem Grund etwas Besonderes – das Unternehmen steigt mit diesem Vorhaben in den seriellen Wohnungsbau ein. „Serielles Bauen macht den Neubau effizienter, schneller und kostensparender“, betont Bockwitz. „Weil die Einzelteile der Häuser weitgehend vorgefertigt sind, wird das Bauen außerdem wetterunabhängiger.“ Und nicht zuletzt werden die Beeinträchtigungen der Anwohner und Nachbarn reduziert.
„Die LWB möchte mit diesem Vorhaben erneut ein Zeichen für bezahlbaren und nachhaltigen Neubau setzen“, sagt Kai Tonne, LWB Geschäftsführer Finanzen und Vermögenssteuerung. In Regie der LWB wird mit diesem Projekt erstmals in Ostdeutschland ein Vorhaben aus der Rahmenvereinbarung des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW „Serielles und modulares Bauen 2.0“ umgesetzt. „Wir haben ohne Frage eine soziale Verantwortung. Aber wir haben auch die Aufgabe, ökologisch zukunftsfähig zu bauen und damit etwas für den Klimaschutz zu tun“, so Tonne. Alle Wohnungen sind für Inhaber des Weißen Wohnberechtigungsscheins reserviert und für 6,80 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter verfügbar. Möglich ist das durch Mittel aus dem Förderprogramm „Gebundener Mietwohnraum“ des Freistaates Sachsen.
Sören Trillenberg, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung sagte anlässlich der Grundsteinlegung: „Die LWB sorgt seit Jahren verlässlich und kontinuierlich dafür, dass in Leipzig neue Wohnungen entstehen. In unterschiedlichen Segmenten – und gerade auch dort, wo bezahlbarer Wohnraum gebraucht wird, so wie hier in der Essener Straße in Leipzig-Mockau. Als Freistaat unterstützen wir dieses Neubauvorhaben mit 8,8 Millionen Euro. Das ist gut investiertes Geld, weil es direkt bei den Menschen ankommt. Denn mehr Wohnungsbau insgesamt ist einer der wirksamsten Hebel, um die Mietpreisentwicklung zu stabilisieren.“
Die nächsten Projekte der LWB stehen bereits in den Startlöchern. Konkret soll es in der Plovidver Straße, der Grünauer Allee, der Wunderlichstraße und der Judith-Auer-Straße in Kürze losgehen.
Baubürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Dienberg meint: „Das serielle Bauen hat positive Effekte auf die Kosten und die Nachhaltigkeit. Auch die kommunalen Fördergelder ermöglichen einerseits bezahlbarere Mieten und eine intensivere Begrünung des Gebäudes. Das Wichtigste ist jedoch, dass in der Essener Straße wieder ein LWB-Neubau entsteht, der speziell für die Bedürfnisse unserer älteren Leipzigerinnen und Leipziger geeignet ist.“ Tatsächlich liegt das Durchschnittsalter in Mockau-Nord bei 45,9 Jahren, auf ganz Leipzig bezogen bei 42,4 Jahren.
Neben der Essener Straße läuft aktuell die Baustelle in der Johannisallee, hier wird in Kürze das Richtfest gefeiert. Insgesamt befinden sich so am Ende des Jahres mehr als 600 neue Wohnungen der LWB im Bau.
