Die 1000. Geburt in diesem Jahr verzeichnete das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) am Mittwoch, dem 17. Juni 2026 - drei Wochen früher als im letzten Jahr. Damit setzt sich ein Trend der letzten Monate fort: Entgegen den bundesweit sinkenden Geburtenzahlen helfen die Geburtsmediziner:innen und Hebammen am UKL wieder mehr Kindern auf die Welt.
Am 17. Juni 2026 um 8.25 Uhr kam Samuel im Kreißsaal des Universitätsklinikums Leipzig zur Welt. Der 3540 Gramm schwere und 50 Zentimeter lange Junge war damit die 1000. Geburt für das Kreißsaalteam. 1040 Kindern wurde dabei auf die Welt geholfen – im Schnitt etwa acht pro Tag.
Das ist eine Steigerung der Geburtenzahlen um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr: Zuletzt war die Zahl der Geburten am UKL wie bundesweit fast überall stetig gesunken. Jetzt sind es über 100 mehr als um diese Zeit in 2025. „Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung hier bei uns am UKL, auch wenn wir dieses Jahr vermutlich noch keine echte Trendumkehr bei den Geburtenzahlen im Land sehen werden“, ordnet Prof. Holger Stepan, Direktor der Geburtsmedizin am UKL, ein.
Sicher ein Grund für den Zuspruch der werdenden Eltern sind die Angebote der UKL-Geburtsmedizin wie der hebammengeführte Kreißsaal und seit letztem Jahr die hochmodernen Familienzimmer. „Zudem sind wir als Perinatalzentrum Level 1 zusammen mit unserer Neonatologie weiterhin erster Anlaufpunkt für Frauen, die eine Mehrlingsschwangerschaft, eine komplizierte Schwangerschaft oder eine extreme Frühgeburt erleben“, so Stepan. Auch diese Zahlen sind in den letzten Jahren eher gestiegen als gesunken.
Das Meilenstein-Baby Samuel kam dagegen nach einer normalen Schwangerschaft als erstes Kind seiner Eltern Sandro Zapata und Karla Sosa Andino aus Leipzig bei einer normalen Geburt auf die Welt. Nach nur fünf Stunden war es geschafft, gut dabei geholfen hatte ein Bad in der Wanne im Kreißsaal. Letztlich ging es sogar so schnell, dass die Mutter auf die ursprünglich geplante PDA, das regionale Betäubungsverfahren, verzichtete. Am nächsten Tag herrschte dann Freude und Erleichterung: „Das Personal ist sehr nett, ich habe mich die ganz Zeit sehr gut betreut gefühlt“, so die frischgebackene Mutter.
