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Neues Rathaus, Foto: LEIPZIGINFO.DE
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Energie- und Klimaschutz: Rückgang der Emissionen in Leipzig reicht nicht

Auf alle in Leipzig wohnenden Personen kommen im Jahr 2018 pro Kopf 5,77 Tonnen der klimaschädlichen Treibhausgase

09.02.2022 Umwelt
Stadt Leipzig

Die Treibhausgas-Emissionen in Leipzig sind nicht deutlich genug zurückgegangen. Wie aus dem nun vorliegenden Abschlussbericht zum Energie- und Klimaschutzprogramm 2014-2020 hervorgeht, kommen auf alle in Leipzig wohnenden Personen im Jahr 2018 pro Kopf 5,77 Tonnen der klimaschädlichen Treibhausgase. Das sind zwar 10 Prozent weniger als 2011 (6,40 t). Die klimapolitische Zielstellung aus dem Jahr 2014 (6,19 t), eine Reduktion um 10 Prozent alle 5 Jahre, wird jedoch verfehlt.

Diese und weitere Informationen können seit heute in der Broschüre zur „Europäischen Energie- und Klimaschutzkommune Leipzig“ auf der Seite www.leipzig.de/klimaschutz eingesehen werden. Berichtet wird über Erfolge als auch Hemmnisse im kommunalen Klimaschutzprozess. Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal: „Der Bericht bildet unter anderem den Umsetzungsstand von über 100 Maßnahmen des Leipziger Energie- und Klimaschutzprogramms 2014-2020 ab, wobei eine Vielzahl an Projekten des Klimaschutzprozesses durch das Engagement zahlreicher Menschen in Leipzig umgesetzt wird.“

Im vorliegenden Bericht 2019/2020 wird eine Auswahl der Maßnahmen in kleinen Artikeln schlaglichtartig vorgestellt. In eigenen Kapiteln berichtet die Broschüre zudem über die Treibhausgasbilanzierung für das Jahr 2018 und verdeutlicht anhand der „Energieflussanalyse“ umfassend den Einsatz verschiedener Energieträger in der Stadt Leipzig. Zudem wird sichtbar, welche Prozesse und Sektoren den höchsten Anteil am städtischen Gesamtenergieverbrauch ausmachen und wo kommunales als auch persönliches Handeln mit Blick auf effektiven Klimaschutz wirken können. Alle relevanten Einzelergebnisse zum Energieverbrauch und den Treibhausgasemissionen werden unter anderem nach den Sektoren – „Haushalte“, „Wirtschaft“, „kommunale Einrichtungen und Verkehr aufgeschlüsselt.

Als Würdigung ihres langjährigen kommunalen Engagements wurde die Stadt Leipzig im vergangenen Jahr mit dem European Energy Award in Gold rezertifiziert und bündelt seither ihre Aktivitäten und Expertisen im kommunalen Klimaschutz. Koordinierend wurde hierfür das Referat Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz implementiert. Simone Ariane Pflaum, Leiterin des Referats: „Der Abschlussbericht verdeutlicht, dass die Entwicklung des Ausstoßes von Treibhausgas-Emissionen in den letzten Jahren zu langsam gesunken ist. Um die zum Schutz unserer Lebensgrundlage notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir gemeinsam unsere Anstrengungen intensivieren und gerade in den kommenden Jahren wichtige Weichen stellen und stadtweit wirkende Maßnahmen umsetzen“.

Bereits im Jahr 2015 hat sich die Weltgemeinschaft in Paris auf das völkerrechtlich verbindliche Klimaschutzabkommen mit dem Ziel einer wirksamen Emissionsminderung verständigt, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Die Stadt Leipzig hat sich mit der Ausrufung des Klimanotstands dieser ambitionierten Zielstellung verpflichtet und arbeitet gemeinsam mit der Bürgerschaft sowie zahlreichen Expertinnen und Experten intensiv an der Fortschreibung des Energie- und Klimaschutzprogramms bis 2030, welches den Weg zur Klimaneutralität unter Einhaltung des noch zur Verfügung stehenden Treibhausgasbudgets aufzeigen soll. Auf inzwischen vier Klimakonferenzen sowie einer themenspezifischen Workshop-Reihe wurden die Eckpunkte zur Fortschreibung des Energie- und Klimaschutzprogramms bereits öffentlich vorgestellt und diskutiert, sodass die Verabschiedung der Beschlussfassung für den Sommer dieses Jahres geplant ist. 



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