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HHL Leipzig Graduate School of Management: Graduierung 2026, Foto: Jens Schlüter / HHL
HHL Leipzig Graduate School of Management: Graduierung 2026, Foto: Jens Schlüter / HHL

Elementar für Sachsen: Über 200 Absolvierende der HHL Leipzig Graduate School of Management starten durch

215 Absolventinnen und Absolventen aus 24 Nationen wurden am 22. August 2026 verabschiedet

24.08.2026 Wissenschaft
HHL Leipzig Graduate School of Management

Die HHL Leipzig Graduate School of Management hat am 22. August 2026 in der Kongresshalle am Zoo Leipzig 215 Absolventinnen und Absolventen aus 24 Nationen verabschiedet, darunter Master- und MBA-Studierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden. Die Festrede hielt der Chemiker Prof. Dr. Dr. h. c. Peter H. Seeberger, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Center for the Transformation of Chemistry (CTC). Zwei Absolventen erhielten den „Schmalenbach Scholar" für herausragende Leistungen, ein weiterer den DAAD-Preis für den besten ausländischen Studierenden.

Der Abschlussjahrgang 2026 feierte gemeinsam mit Familien, Freunden, Lehrenden und Mitstudierenden das Ende intensiver Studienjahre.

Festrede: Chemiker spricht zu Wirtschaftsgraduierten
Der Chemiker Prof. Dr. Dr. h. c. Peter H. Seeberger eröffnete seine Rede scherzhaft mit dem Versprechen, ohne Formeln und Experimente auszukommen. Sein Thema traf trotzdem den Kern der regionalen Wirtschaft: die Transformation der Chemieindustrie und ihre Bedeutung für Sachsen und Mitteldeutschland.

Seeberger zog eine Linie von der Industriegeschichte der Region – dem Braunkohlerevier, dem Kraftwerk Zschornewitz, dem Chemiepark Leuna – zur heutigen Aufgabe: Die Chemie- und Pharmaindustrie müsse von fossilen Rohstoffen auf eine Kreislaufwirtschaft umstellen. Daran arbeitet das CTC, ein mit 1,2 Milliarden Euro Steuermitteln gefördertes Forschungszentrum mit Standorten in Delitzsch und Merseburg. Die Branche sichere laut Seeberger 600.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Ein Arbeitsplatz in der Chemieindustrie erwirtschafte demnach die fünffache Wertschöpfung eines durchschnittlichen sächsischen Arbeitsplatzes.

Den Graduierten gab er mit: „Wissenschaft und Wirtschaft brauchen Menschen, die den Mut haben, etablierte Denkweisen infrage zu stellen.“ Forschung allein reiche nicht aus. Deutschland müsse Deep Tech-Innovationen konsequenter in Start-ups und marktfähige Produkte übersetzen. Dafür brauche es Wirtschaftsabsolventinnen und -absolventen mit Verständnis für Technologie.

Rektor Dauth zur Rolle der HHL im Fachkräftemangel
„Der Fachkräftemangel kostet die deutsche Wirtschaft jährlich rund 49 Milliarden Euro Wertschöpfung“, zitiert Prof. Dr. Tobias Dauth, Rektor der HHL, die Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). „Unsere frischgebackenen Alumni aus 24 Nationen bringen die Qualifikation und internationale Perspektive mit, die Unternehmen dringend brauchen. Wer in Sachsen ausbildet und Talente hier hält, wirkt diesem Engpass entgegen.“

Auszeichnungen
Die HHL zeichnete zwei Absolventen als „Schmalenbach Scholars“ aus: Alvaro Fernandez und Adrian Seng erzielten herausragende akademische und persönliche Leistungen im Studium. Die Auszeichnung ist mit je 1.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft der Freunde der HHL (GdF) gestiftet.

Den DAAD-Preis für den besten ausländischen Studierenden erhält Federico Guillermo Juarez aus Argentinien.



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