Der nördliche Abschnitt des Lene-Voigt-Parks steht fortan ganz im Zeichen der Bildung. Wo einst Güterzüge rangierten, ist nun der Ersatzneubau für eine fünfzügige Grundschule samt Sporthallenkomplex entstanden. Der gesamten Bildungscampus, zu dem neben der Wilhelm-Busch-Schule auch die Schule Schraderhaus mit ihrem neuen Standort am Täubchenweg 26, die 125. Oberschule und die integrative Kita in der Reichpietschstraße 16 gehören, wurde heute feierlich im Beisein von Oberbürgermeister Burkhard Jung, Schulbürgermeisterin Vicki Felthaus und Baubürgermeister Thomas Dienberg eingeweiht.
Oberbürgermeister Jung ist sich sicher: „Die Eröffnung dieses modernen Lernortes ist nicht nur ein Meilenstein für die Leipziger Bildungslandschaft, sondern auch ein enormer Zugewinn für das gesamte Viertel. Kinder in verschiedenen Schulformen lernen hier gemeinschaftlich nebeneinander, eine wettkampftaugliche Sporthalle verbessert die Trainingsmöglichkeiten für den Vereinssport im Quartier und das Außengelände steht allen Leipzigerinnen und Leipzigern offen. Das ist beispielgebend für ein gelebtes Miteinander, wie ich es mir für noch viele weitere Orte in unserer Stadt wünsche.“
Über alle Schularten hinweg und zusammen mit der bereits 2024 eingeweihten, integrativen Kita bietet der Campus ab sofort knapp 2.000 Kindern einen innovativen Lernort. Die Gesamtkosten für den Bau inklusive Kita, Grundschule, Sporthalle mit Außenbereichen und der Schule Schraderhaus im Täubchenweg belaufen sich auf rund 120 Millionen Euro. Der Bau der Wilhelm-Busch-Schule samt Sporthalle wurde mit 14,4 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen gefördert.
Durch den Ersatzneubau erhöht sich die Kapazität der Grundschule um drei Züge und schafft damit nicht nur Entlastung für den Grundschulbereich, sondern auch für die 125. Oberschule, die zwischenzeitlich als Interim für die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Schule diente.
Die Sporthalle mit insgesamt sechs Spielfeldern auf zwei Etagen wurde mit mobiler Tribüne für 199 Zuschauerinnen und Zuschauer mit dazugehörigen Spiel- und Sportfreiflächen im Lene-Voigt-Park errichtet und wird voraussichtlich nach den Herbstferien nutzbar sein. Die Mensa, die ebenfalls für die Quartiersnutzung zur Verfügung steht, ist in das Kulturdenkmal der ehemaligen Empfangshalle des Eilenburger Bahnhofs integriert und erinnert an die Historie des Standortes. Die Inbetriebnahme der Mensa ist für Beginn 2027 geplant.
Das im Graphischen Viertel gelegene, denkmalgeschützte Schraderhaus wurde im Laufe der letzten vier Jahre für 42,8 Millionen Euro als vierzügiges Gymnasium für fast 900 Schülerinnen und Schüler hergerichtet. Ein neu gebautes Treppenhaus führt nun direkt in den Pausenhof und ermöglicht den Zugang zum Gebäude über die Heinrichstraße. Besondere Herausforderungen beim Bau bildete dabei die Sanierung unter denkmalschutzrechtlichen Auflagen.
