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Blick in den ehemaligen Bowlingtreff Leipzig, Foto: Andreas Schmidt
Blick in den ehemaligen Bowlingtreff Leipzig, Foto: Andreas Schmidt

Ehemaliger Bowlingtreff soll neuer Standort des Naturkundemuseums Leipzig werden

Standort ging als Favorit aus einer Standortanalyse und Machbarkeitsstudie heraus

19.07.2020Stadtinformationen
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Das Naturkundemuseum Leipzig erhält einen perfekten neuen Platz in einem spektakulären Objekt. Aus einer Standortanalyse und einer Machbarkeitsstudie ging der ehemalige Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz als Favorit für den Standort des Naturkundemuseums heraus. In Betracht gezogen wurden auch das ehemalige Stadtbad sowie der jetzige Standort in der Lortzingstraße 3, der mit großem Aufwand modernisiert werden müsste.

Das Gebäude des ehemaligen Bowlingtreffs überzeugte durch seinen zentralen Standort, als Blickfang mit sehr guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und der Synergien im Umfeld: die Stadtbibliothek und das geplante Institut für Länderkunde wären in unmittelbarer Nachbarschaft. 

Der Bowlingtreff verfügt unterirdisch im Bereich Westhalle über vier Untergeschosse. Für die Dauerausstellung wäre dort vom ersten bis dritten Untergeschoss Platz. Dazu kommt die Osthalle mit einem Untergeschoss. Dort sollen zukünftig Sonderausstellungen zu sehen sein. Im oberirdischen Eingangsgebäude sollen das Foyer, das Museumscafé , ein Museumsshop und die Verwaltung untergebracht werden. Die Zentrainszenierungen für ein zeitgemäßes Museumskonzept sind im Bereich Westhalle geplant. Das Mammut von Borna, die Tiefseeexpedition Valdivia und der „Tour de ter Meer", der die Werke des Wegbereiters der modernen Präparation Hermann ter Meer zeigt.

„Naturkundemuseum Leipzig und Bowlingtreff, jedes für sich genommen spannende Leipziger Originale mit bewegter Geschichte. Zusammen eine ideale Paarung mit großer Zukunft, auf die wir uns sehr freuen“, berichtet der Direktor des Naturkundemuseums, Dr. Ronny Maik Leder, begeistert. Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke ergänzt „Leipzig setzt ganz bewusst auf ein modernes Naturkundemuseum mit Bildungsauftrag und wissenschaftlichem Anspruch. Ich bin froh, dass wir nun endlich mit den Planungen beginnen können.“ Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat voraussichtlich im September 2020.

Geplant ist, am Wilhelm-Leuschner-Platz die Dauer- und Sonderausstellungen sowie die Museumsverwaltung des Naturkundemuseums unterzubringen. Die eigentliche Sammlung soll am derzeitigen Standort in der Lortzingstraße 3 bleiben, bis es ein neues Depot für die umfangreichen Bestände gibt. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf rund 38 Millionen Euro und sollen u.a. durch Fördermittel finanziert werden.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des ehemaligen Bowlingtreffs wurde 1925 bis 1927 als unterirdisches Umspannwerk der Städtischen Elektrizitätswerke erbaut. 1986 bis 1987 ist es zum Bowlingtreff mit Eingangsbauwerk durch Winfried Sziegoleit und Volker Sieg umgebaut worden. Das Gebäude mit seinem markanten Eingangsbauwerk gilt als seltenes technisches Denkmal für die Postmoderne der späten DDR-Architektur.

Weitere Informationen:
www.naturkundemuseum.leipzig.de

Redaktion: Sophie Weinhold



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