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Neues Rathaus, Foto: LEIPZIGINFO.DE , Quelle: LEIPZIGINFO.DE

E-Mobilität: Stadt Leipzig legt Bedarfsanalyse für Ladeinfrastruktur vor

2025 voraussichtlich rund 12.500 E-Fahrzeuge in Leipzig

21.07.2020Verkehr
Stadt Leipzig

Im Auftrag der kommunalen Wirtschaftsförderung hat das Leipziger Institut für Energie jetzt ein Ladeinfrastrukturkonzept für E-Fahrzeuge in der Messestadt erarbeitet. Es stellt keinen verbindlichen Ausbauplan der Stadtverwaltung dar, sondern soll Investoren als Leitfaden dienen, in welchen Bereichen des Stadtgebietes Ladeinfrastruktur wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann. In der Dienstberatung des Oberbürgermeisters wurde das Konzept auf Vorschlag von Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht bestätigt, der Stadtrat erhält es nach der Sommerpause als Informationsvorlage.

Die nach wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kriterien erstellte Studie gibt darüber Auskunft, mit welcher Anzahl zugelassener E-Fahrzeugen in Leipzig bis zum Jahr 2025 zu rechnen ist. Sie leitet daraus die benötigte Anzahl und Verteilung von Ladepunkten im öffentlichen Raum ab. Betrachtet wurden drei Szenarien für E-Mobilität bis zum Jahr 2025: Minimal-, Trend- und Maximalszenario.

Ausgegangen wird von folgendem Stand zum 1. Januar 2020: Zu diesem Zeitpunkt waren 743 rein elektrisch betriebene PKW sowie 78 elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge gemeldet. Dem stand eine Ladeinfrastruktur aus 111 öffentlichen, 106 halböffentlichen sowie mindestens 152 privaten Ladepunkten gegenüber. Diese waren auf 110 Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Für das Jahr 2025 errechnet das aktuell wahrscheinlichste Trend-Szenario 12.450 überwiegend privat zugelassene E-Fahrzeuge in Leipzig. Demnach wäre ein Bestand von 1.388 Ladepunkten verteilt über das Stadtgebiet sinnvoll. Standort-Schwerpunkte bilden dabei Stadtteile mit vielen Mehrfamilienhäusern (Mitte, Ost).

„Das Konzept ist eine wichtige Investitions-Voraussetzung für nationale oder internationale Betreiberunternehmen. Es soll helfen, neue Partner für den bislang ausschließlich von der Leipziger Gruppe vorangetriebenen Ausbau der Ladeinfrastruktur zu finden“, betont Clemens Schülke, Amtsleiter der städtischen Wirtschaftsförderung.

Interessierte Anbieter können sich an das Amt für Wirtschaftsförderung wenden wirtschaft@leipzig.de, Tel. 0341 123-5885). Hier erhalten sie Informationen und Unterstützung bei der Fördermittelbeschaffung. Das Verkehrs- und Tiefbauamt genehmigt konkrete Standorte. Die Leipziger Gruppe sorgt für den Netzanschluss.

Finanziert wurde die Untersuchung als Teil des Green City Plans. Die Leipziger Gruppe unterstützte die Erstellung des Konzeptes. Der Ausbau bedarfsgerechter, diskriminierungsfreier Ladeinfrastruktur gehört zu den Maßnahmen der Stadtverwaltung, die Stadt Leipzig zur Stadt für intelligente Mobilität zu entwickeln. 



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