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DAS ÜZ: Arbeiterin, Foto: Mim Schneider
DAS ÜZ: Arbeiterin, Foto: Mim Schneider

DAS ÜZ: Adaption von Didier Eribons "Eine Arbeiterin" im Neuen Schauspiel Leipzig

Bühnenfassung vom 23. bis 25. April 2026 jeweils 20 Uhr

09.03.2026 Kultur
Neues Schauspiel

Eigentlich wollte der französische Autor Didier Eribon seine Mutter regelmäßig im Pflegeheim in einem kleinen Ort in der Champagne besuchen. Doch sie stirbt wenige Wochen nach ihrem Umzug. Ein Ereignis, das zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit wird.

Was bleibt am Ende eines langen Lebens? Zwischen Fabrikarbeit und vom Betriebsrat organisierten Gruppenreisen. Gewerkschaftsversammlungen und Groschenromanen. Häuslicher Gewalt und Alltagsrassismus. Finanzieller Not und unerreichbaren Träumen. Das Leben einer Arbeiterin.

Das Stück erzählt von Altersarmut und Einsamkeit. Von den Zuständen in Pflegeheimen und wie es ist, plötzlich dort zu wohnen. Von Müttern und Söhnen. Von Familie und Herkunft. Und nicht zuletzt von der scheinbar untergegangenen Welt der Arbeiterklasse.

DAS ÜZ präsentiert:
Eine Arbeiterin
Leben, Alter und Sterben
nach dem Buch von Didier Eribon
aus dem Französischen von Sonja Finckin einer Bühnenfassung von Christian Hanisch und Johann Christoph Awe

Donnerstag, 23. bis Samstag, 25. April 2026 | jeweils 20 Uhr
Neues Schauspiel Leipzig (Lützner Straße 29, 04177 Leipzig)
“Ich war ein Sohn, jetzt bin ich keiner mehr.”

Spiel: Rebecca Thoß & Armin Zarbock
Regie: Christian Hanisch
Dramaturgie: Johann Christoph Awe
Assistenz: Hannah Kraus

Diese Produktion wird gefördert von der Stadt Leipzig

Aufführungsrechte für die deutsche Übersetzung Suhrkamp Verlag, Berlin. Nach »Vie, vieillesse et mort d’une femme du peuple« von Didier Eribon, herausgegeben von Éditions Flammarion, Paris 2023.

Eintrittspreise Solidarisches Preissystem: 12/16/20 Euro

DAS ÜZ

Unter dem Namen DAS ÜZ verwirklicht der Leipziger Regisseur Christian Hanisch seit 2011 Theaterstücke. Der Gruppe verbunden sind Personen aus den Bereichen Schauspiel, Dramaturgie, Musik und Bühnenbild, die sich in unterschiedlichen Konstellationen und je nach Produktion zusammenfinden.

Die Theaterarbeiten von DAS ÜZ könnte man als “prekäres Theater” bezeichnen; sowohl im Hinblick auf die verhandelten Themen als auch auf die theatrale Umsetzung. Der Bühnenaufbau/ Ausstattung ist schlicht und simpel. Oft dient ein bestimmtes Material oder ein spezieller Gegenstand als Grundausstattung und Gerüst für die gesamte Inszenierung. Dabei wird besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt (Verwendung von Secondhand-Ware, Wiederaufbereitung, Neubearbeitung benutzter Materialien, Rückgriff auf Materialmärkte vor Ort). Vorlagen bilden meist Romane und Sachbücher. Seit der Corona-Pandemie beschäftigt sich DAS ÜZ vermehrt mit den Themen Klasse, Armut und prekäre Arbeitsverhältnisse.

Aktuelle Arbeiten: 196ff - eine szenische Installation als Dokumentation rechtsextremer Tötungen (2019), Elsa Asenijeff – Under The Influence (2001), Herr Puntila und sein Knecht Matti (2021), Cyrano de Bergerac (2022), Ein Mann seiner Klasse (2023), Die Geister von Ouistreham (2024).



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