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Sebastian Gemkow, Dr. Andrea Diekhof, Jörg Gaßner und Monika Schwarzenberg, Foto: Anne Schwerin
Sebastian Gemkow, Dr. Andrea Diekhof, Jörg Gaßner und Monika Schwarzenberg, Foto: Anne Schwerin

Bundesförderprogramm „Junges Wohnen“ stärkt bezahlbaren studentischen Wohnraum in Leipzig

„Bergfest“ für drei Modernisierungsprojekte

27.02.2026 Stadtinformationen
Studentenwerk Leipzig

Mit einem symbolischen „Bergfest“ begeht das Studentenwerk Leipzig heute einen wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung seiner Wohnheime. Anlass ist der Baustart im Studentenwohnheim Philipp Rosenthal-Straße 29-33. Im Rahmen dieses Termins besucht der Sächsische Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Sebastian Gemkow, das bereits modernisierte Studentenwohnheim in der Arno-Nitzsche-Straße 44 und informiert sich dort über die umgesetzten Maßnahmen.

Im Zuge des Bundesförderprogramms „Junges Wohnen“ erhält das Studentenwerk Leipzig aus der ersten Fördertranche für den Zeitraum 2023 bis 2027 insgesamt 15,6 Millionen Euro für die umfassende Modernisierung von 460 Wohnplätzen in vier Studentenwohnhäusern in drei Studentenwohnanlagen. Damit werden vier von insgesamt 43 Wohnhäusern in 15 Wohnanlagen modernisiert – rund neun Prozent des gesamten Bestands. Ziel des Programms ist es, bezahlbaren Wohnraum für Studierende nachhaltig zu sichern und auszubauen.

Zwei Projekte abgeschlossen

Bereits zum Jahresende 2025 konnten zwei der drei geförderten Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Das Studentenwohnheim in der Arno-Nitzsche-Straße 44 war bundesweit das erste Modernisierungsprojekt im Rahmen des Förderprogramms „Junges Wohnen“. Die Gesamtkosten betrugen rund 5 Millionen Euro, davon kamen knapp 4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm von Bund und Freistaat Sachsen. Modernisiert wurden 86 Wohnheimplätze, sechs zusätzliche Plätze wurden geschaffen.

Neben neuen Fenstern, Türen, Bädern, Küchen und Mobiliar wurden auch die komplette Haustechnik sowie der Brandschutz erneuert und die Außenanlagen saniert. Eine Solarthermieanlage zur Warmwasseraufbereitung soll künftig den Fernwärmeverbrauch senken und die CO₂-Bilanz verbessern.

Das Wohnheim bietet Apartments (Einraumwohnungen) und Einzelzimmer in 2er-Wohngemeinschaften. Die Mieten liegen dank der Förderung für ein Apartment bei 375 Euro pro Monat und für ein Einzelzimmer zwischen 310 und 335 Euro pro Monat (inklusive Nebenkosten).

Das zweite Bauvorhaben betraf das Studentenwohnheim in der Straße des 18. Oktober 23 mit 94 Wohnheimplätzen. Die Gesamtkosten betrugen rund 4,25 Millionen Euro, davon kamen rund 2,7 Millionen Euro aus dem Programm „Junges Wohnen“. Erneuert wurden Küchen, Bäder, Böden, Fliesen, Möbel, Türen sowie die komplette Haustechnik und der Brandschutz.

Die Mietpreise in diesem Studentenwohnheim liegen dank der Zuschüsse bei 420 Euro pro Monat für ein Apartment bzw. 345 bis 360 Euro pro Monat für ein Einzelzimmer, jeweils inklusive aller Nebenkosten.

Nächste Bauetappe startet

Mit dem dritten Vorhaben wird nun die nächste Etappe eingeläutet: Ab März 2026 beginnt die aktive Bauphase zur Modernisierung von zwei Häusern in der Studentenwohnanlage Philipp-Rosenthal-Straße 29-33. Dafür stehen rund 8,9 Millionen Euro Fördermittel bereit. Die Bauarbeiten zur Modernisierung der Hausnummer 29 mit 93 Plätzen starten im Frühjahr 2026, im Frühjahr 2027 folgt die Modernisierung der Hausnummer 33 mit 181 Plätzen, die Fertigstellung ist bis Ende 2027 vorgesehen.

Die Sanierung und Modernisierung umfasst vor allem die brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes, die notwendige Erneuerung der Elektro-, Sanitär-, Lüftungsanlagen, die Erneuerung der Küchen, Bäder, Fußböden, Fliesen sowie des Zimmermobiliars sowie die Erneuerung der Innentüren und Wohnungseingangstüren. Im ersten Haus können durch Grundrissanpassungen aus 3er-Wohngemeinschaften 2er-Wohngemeinschaften mit gemeinsamem Bad und Wohnküche sowie Einzelapartments geschaffen werden. Im Erdgeschoss entstehen behindertengerechte Einzelapartments, um der erhöhten Nachfrage von Studierenden in besonderer Lebenslage im Stadtzentrum nachzukommen.

Mit dem „Bergfest“ unterstreicht das Studentenwerk Leipzig die erfolgreiche Umsetzung der ersten Fördertranche des Programms „Junges Wohnen“ im Zeitraum von 2023 bis 2027.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow:
„Mit dem Bauförderprogramm ‚Junges Wohnen‘ investieren wir gezielt in die soziale Infrastruktur unserer Hochschulstandorte. Seit Start des Programms 2023 wurden den sächsischen Studentenwerken dafür insgesamt mehr als 62 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, womit mehr als 1.500 Wohnheimplätze auf den neuesten Standard gebracht oder ganz neu geschaffen werden. Neben hervorragenden Studienangeboten bietet Sachsen auch gute Rahmenbedingungen für ein Studium und dazu gehört nicht zuletzt auch bezahlbarer Wohnraum.“

Dr. Andrea Diekhof, Geschäftsführerin Studentenwerk Leipzig:
„Die spürbare Verknappung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende in Leipzig stellt uns vor zunehmende Herausforderungen. Die Fördermittel des Bundes sind für uns ein entscheidender Baustein, um langfristig bezahlbaren Wohnraum für Studierende in Leipzig anbieten zu können. Angesichts steigender Bau- und Betriebskosten schafft das Programm die notwendige Planungssicherheit für nachhaltige Investitionen und für bezahlbare Mietpreise für Studierende mit geringen Budgets. Dafür sind wir dem Bund und dem Freistaat Sachsen sehr dankbar. Wichtiges Benchmark für unsere Mietpreise ist die Wohnkosten-pauschale der BAföG-Empfänger:innen, die aktuell bei 380 Euro pro Monat liegt. Mietpreise auf diesem Niveau sind nur mit Hilfe von Fördermitteln für Bau und Modernisierung möglich. Wir hoffen sehr, dass Bund und Länder dieses wichtige Instrument verstetigen und damit dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen für studentisches Wohnen schaffen.“



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