Am Dienstag, dem 10. November 2026, um 19 Uhr, werden im Stadtarchiv Leipzig die Publikation „Schätze aus dem Stadtarchiv Leipzig. Ausgewählte historische Quellen zur Stadtgeschichte“ vorgestellt und die daraus hervorgegangene Ausstellung „Quellen des Wissens. Schätze aus dem Stadtarchiv Leipzig“ eröffnet. Oberbürgermeister Burkhard Jung spricht das Grußwort.
Was erzählt ein Stadtarchiv über eine Stadt? Antworten auf diese Frage gibt die neue Publikation „Schätze aus dem Stadtarchiv Leipzig. Ausgewählte historische Quellen zur Stadtgeschichte“. Der reich bebilderte Band präsentiert 80 Archivalien aus den Beständen des Stadtarchivs, die von 41 Autorinnen und Autoren vorgestellt und eingeordnet werden. Urkunden, Amtsbücher, Akten, Karten, Fotografien und persönliche Erinnerungsstücke eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Stadt. Sie machen Ereignisse, Entscheidungen, Entwicklungen und Lebensverhältnisse vergangener Zeiten nachvollziehbar.
Oberbürgermeister Burkhard Jung betont: „Das Stadtarchiv bewahrt das Gedächtnis unserer Stadt. Seine Quellen zeigen, wie Leipzig zu dem geworden ist, was es heute ist, und machen städtisches Handeln nachvollziehbar. Damit schafft das Archiv Transparenz und leistet einen wichtigen Beitrag zu historischer Bildung und demokratischer Teilhabe.“
Dr. Michael Ruprecht, Direktor des Leipziger Stadtarchivs, ergänzt: „Vor fünf Jahren entstand die Idee, besondere Quellen aus unseren Beständen neu in den Blick zu rücken. Daraus sind Schritt für Schritt das Buch und die Ausstellung entstanden. Sie zeigen, dass ein Schatz im Archiv nicht allein durch sein Alter oder sein Aussehen bestimmt wird, sondern durch seine Aussagekraft und die Fragen, die wir an ihn stellen. Zugleich machen sie sichtbar, wie Archive Überlieferung auswählen, sichern, erschließen und zugänglich machen.“
Im Anschluss an das Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Jung und die Einführung durch Archivdirektor Dr. Michael Ruprecht stellen fünf Autorinnen und Autoren ausgewählte „Schätze“ aus dem Buch kurz vor, darunter ein frühmittelalterliches Handschriftenfragment aus dem 9. Jahrhundert sowie die Bauzeichnung der Ez-Chaim-Synagoge. Beide stehen beispielhaft für die zeitliche und inhaltliche Vielfalt der in Archiven bewahrten Überlieferung.
Die im Buch vorgestellten Archivalien geben Einblicke in mehr als 1.000 Jahre Leipziger Stadtgeschichte. Zugleich regen der Band und die Ausstellung dazu an, genauer hinzusehen: Was macht eine Quelle zum Schatz? Ist es ihr Aussehen, ihr Alter oder die Geschichte, die sie erzählt?
Die Ausstellung „Quellen des Wissens. Schätze aus dem Stadtarchiv Leipzig“ eröffnet einen anschaulichen Zugang zu einer Auswahl der im Buch vorgestellten Archivalien, macht die Vielfalt der Bestände des Stadtarchivs sichtbar und zeigt, welche Informationen sich darin entdecken lassen. Darüber hinaus vermittelt die Ausstellung Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Archivs und greift die Herausforderungen der Digitalisierung auf. An einer interaktiven Station können Besucherinnen und Besucher raten, welche Bilder historische Fotografien aus dem Stadtarchiv sind und welche mit künstlicher Intelligenz erzeugt oder verändert wurden. Die Auflösung zeigt, warum das Aussehen allein kein verlässlicher Beleg für die Herkunft eines Bildes ist. Gerade angesichts künstlicher Intelligenz und einer stetig wachsenden Informationsflut gewinnen Archive mit ihren authentischen und nachvollziehbaren Quellen immer stärker an Bedeutung.
Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung gestaltet Friedrich Kirsche.
Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung
10. November 2026, 19 Uhr
Stadtarchiv Leipzig
Straße des 18. Oktober 42
04103 Leipzig
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ausstellung „Quellen des Wissens. Schätze aus dem Stadtarchiv Leipzig“ kann ab dem 11. November 2026 während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs kostenfrei besucht werden.
Weitere Informationen:
https://stadtarchiv.leipzig.de/
