Die diesjährige Aktion „Herzensangelegenheit“ der Blutbank am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) war ein voller Erfolg: Im Dezember 2025 kamen insgesamt 2.028 Euro für die Stiftung Kinderchirurgie zusammen. Prof. Reinhard Henschler, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin (ITM) am UKL, überreichte den symbolischen Spendenscheck an Prof. Dr. Martin Lacher, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am UKL und Gründer der Stiftung Kinderchirurgie. 1.790 Euro spendeten Blutspender:innen durch den freiwilligen vollständigen oder auch anteiligen Verzicht auf ihre Aufwandsentschädigung, weitere 238 Euro steuerten Mitarbeiter:innen des ITM bei.
Der Vorsitzende der Stiftung Kinderchirurgie, Prof. Dr. Martin Lacher, betonte die Bedeutung dieser solidarischen Geste: „Ich freue mich über jede einzelne Spende und bin sehr dankbar für dieses große Engagement. Dabei gilt mein Dank ausdrücklich nicht nur den Blutspenderinnen und Blutspendern, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Transfusionsmedizin, die sich zusätzlich beteiligt haben und tagtäglich die sichere Blutversorgung am UKL gewährleisten“, so Prof. Lacher. „Gemeinsam ermöglichen sie nicht nur Hilfe hier vor Ort, sondern zugleich dort, wo medizinische Unterstützung dringend gebraucht wird.“ Die Stiftung Kinderchirurgie unterstützt Kinder mit angeborenen Fehlbildungen und schweren chirurgischen Erkrankungen in Ländern mit eingeschränkter medizinischer Versorgung.
Neben lebenswichtigen Operationen liegt der Fokus der Stiftung auf nachhaltiger Hilfe: Ärzteteams aus Leipzig sind regelmäßig in Ländern wie Äthiopien, Vietnam, Nepal und Tansania im Einsatz. „Unser Ansatz folgt dem Prinzip des ‚Training of Trainers‘“, erläutert Prof. Lacher. „Dabei werden lokale Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte gezielt ausgebildet, damit sie komplexe kinderchirurgische Eingriffe langfristig selbstständig durchführen können. So entsteht dauerhafte medizinische Versorgung, die über einzelne Einsätze hinaus wirken kann.“
Auch Blutbank-Chef Prof. Reinhard Henschler, der zum Auftakt der Aktion selbst auch Blut gespendet hatte, zeigte sich stolz über das Engagement: „Die Herzensangelegenheit-Kampagne der Blutbank ist jedes Jahr ein starkes Zeichen unserer Spenderinnen und Spender. Wir wissen, wie lebenswichtig Blutprodukte für die Versorgung schwerkranker Patientinnen und Patienten sind. Umso mehr freuen wir uns, mit dieser Aktion zugleich Projekte zu unterstützen, die – wie ganz aktuell im Dezember letzten Jahres - Kindern in anderen Ländern eine echte Perspektive geben.“
Die „Herzensangelegenheit“ ist eine jährlich im Dezember wiederkehrende Blutspenderaktion der UKL-Blutbank. Seit 2010 können Blutspender:innen ihre Aufwandsentschädigung ganz oder anteilig an gemeinnützige Vereine und Initiativen in und um Leipzig spenden. So helfen sie doppelt: durch ihre lebensrettende Blutspende und durch die finanzielle Unterstützung sozialer Projekte.
Informationen zur Blutspende am UKL gibt es unter:
www.blutbank-leipzig.de
