Hier ein neues Verkehrsschild, da der abgesenkte Bordstein oder eine neue Markierung: Mitunter braucht es nicht viel, um einen Schulweg sicherer zu machen. Auch im vergangenen Jahr hat die Stadt deshalb über ein eigenes Budget abseits laufender Bauvorhaben rund 286.000 Euro in kleinere Maßnahmen zur Schulwegesicherheit investiert. So wurde etwa am Roßplatz/Grünewaldstraße (Zentrum-Südost) in Höhe der Haltestelle eine so genannte Gehwegnase gebaut, damit Schulkinder der Addis-Abeba-Grundschule nicht unmittelbar zwischen parkenden Autos die Straße überqueren müssen. Die Gehwegnase verbessert die Sichtbeziehung und verkürzt den Überweg.
Vor der Johanna-Magdalena-Beyer-Schule (Plagwitz) wurde der Gehweg an der Gießerstraße verbreitert, um Gefahren durch so genannte Elterntaxis auszuschließen. An der Zwickauer Straße/Dankwartstraße (Lößnig), wurden zwei Parkplätze zurückgebaut und eine größere Asphaltdecke entsiegelt. Dies verbessert die Sicht an der abknickenden Vorfahrstraße auf querende Fußgänger und Schulkinder. Um die Verkehrssicherheit vor der August-Bebel-Schule (Neustadt-Neuschönefeld) zu erhöhen, wurde die Husemannstraße in einen verkehrsberuhigten Abschnitt ohne Autoverkehr umgewandelt. Auch vor der Wilhelm-Wander-Schule an der Schulze-Delitzsch-Straße gilt jetzt diese Regelung.
Neben diesen Umbauten gab es an vielen Stellen im Stadtgebiet neue Markierungen oder Beschilderungen. Dazu zählen etwa Sperrflächen in Kreuzungsbereichen und erweiterte Halteverbote. An einigen Schulen wurden auch Poller oder Prallgeländer ergänzt, um die Schulwege sicherer zu machen - beispielsweise an der Schule am Auensee, der Pablo-Neruda-Schule, dem Förderzentrum „Käthe-Kollwitz“, der Schule Gundorf, der Schule Großzschocher oder der Förderschule Rosenweg.
Aufgrund der geänderten Straßenverkehrsordnung kann auf stark genutzten Schulwegen auch immer häufiger Tempo 30 angeordnet werden. So wurde etwa für die Grundschule Connewitz das Tempo auf der Meusdorfer Straße angepasst, ebenso für die Grundschule Portitz auf der Tauchaer Straße sowie rund um die Schule am Barnet-Licht-Platz unter anderem auf der Prager Straße.
Die Stadt Leipzig arbeitet mit Schulkindern, Lehrkräften, Eltern, der Polizeidirektion und der Messestadt-Verkehrswacht e.V. kontinuierlich daran, Problemstellen im Verkehr zu beseitigen. Grundlage dafür ist das enge Zusammenwirken dieser Partner in der AG Schulwegsicherheit. So gibt es beispielsweise regelmäßige Vor-Ort-Termine, um die Verkehrssituation an den Schulen etwa in den Morgenstunden besser einschätzen zu können. Viele der Hinweise werden zusätzlich über die Stadtbezirksbeiräte und Ortschaftsräte an die AG Schulwegsicherheit herangetragen.
Weitere Informationen gibt es online unter www.leipzig.de/aufpassen.
