Am Samstag, dem 4. Juli 2026 beginnt um 15 Uhr in der Thomaskirche Leipzig das BachOrgelFestival 2026 unter der künstlerischen Leitung von Thomasorganist Johannes Lang. Zur abwechslungsreichen Konzertreihe werden auch dieses Jahr wieder herausragende Künstlerinnen und Künstler erwartet, die in jedem Konzert auf beiden Orgeln der Thomaskirche spielen werden, der romantischen Sauer-Orgel (1889) und der Bach-Orgel (Woehl, 2000).
Thomasorganist Johannes Lang eröffnet das BachOrgelFestival mit „Bach-Tradition Leipzig“: Es wird das Programm des ersten Orgelkonzerts von Karl Richter als Thomasorganist erklingen, von Richter gespielt am 22. Oktober 1949 um 19 Uhr, ergänzt um ein Choralvorspiel Günther Ramins. Leo van Doeselaar, Titularorganist des Concertgebouws Amsterdam und an der Martinikerk in Groningen, nimmt das Publikum in „Bachs Chromatik“ auf eine harmonische Labyrinthfahrt mit. Die vielen Farben des Sommers erklingen in Kristian Krogsøes Programm „Sommernachtstraum“. Organistin Mari Ohki bringt aus Japan zu „Vorbild Bach“ Werke mit, deren Komponisten entweder Lehrer Bachs oder im Geiste seine Schüler waren. Im Konzert von Tobias Frank stehen neben der eher selten gespielten Passacaglia und Fuge über B-A-C-H von Sigfrid Karg-Elert Werke der englischen Orgelmusik der Romantik im Vordergrund, die sich auch vorzüglich auf der Sauer-Orgel darstellen lassen. Der französische Organist David Cassan, für seine Improvisationskunst hoch gelobt, bietet „Bach reloaded“ an: Das Konzertpublikum darf sich neben Werken von Bach, Duruflé und Escaich auf eine improvisierte Partita über einen Choral im Bach-Stil freuen. Im Abschlusskonzert des Festivals kombiniert Wolfgang Zerer die zwei Fantasien Jehan Alains mit Werken von Muffat, Bach, Mendelssohn und Brahms.
Nach dem Eröffnungskonzert am Samstag, 4. Juli wird um 16.30 Uhr im Thomashaus direkt neben der Thomaskirche noch zu einer Zusatzveranstaltung im BachOrgelFestival eingeladen: Günther Ramin – Zeitzeugen erinnern sich. Anlässlich des 70. Todestages Ramins treffen sich Weggefährten des ehemaligen Thomasorganisten und Thomaskantors Günther Ramin mit seinem Urenkel Thomasorganist Johannes Lang und weiteren Gästen zum moderierten Gespräch mit Empfang (Kaffee, Sekt, Snacks).
