Im „Fantasie“-Abschlusskonzert des BachOrgelFestivals 2026 in Leipzig mit Organist Wolfgang Zerer spielt der französische Komponist Jehan Alain eine gewichtige Rolle: Es erklingen seine beiden großen Fantasien auf der Sauer-Orgel (1889), die die ganze Tiefe und besondere Klangsinnlichkeit Alains zum Ausdruck bringen – Kaum vorstellbar, dass es Jehan Alain in seinem kurzen Leben (1911-1940) gelang, 140 Kompositionen zu Papier zu bringen. Hochinteressante Transkriptionen der Klaviermusik von Bach und Brahms bringen weitere, selten gehörte Farbe in dieses besondere Programm, das mit Johann Sebastian Bachs virtuoser G-Dur-Triosonate und dem Credo aus der Bachschen Orgelmesse feierlich beschlossen wird.
Wolfgang Zerer, geboren 1961 in Passau, erhielt seinen ersten Orgelunterricht vom Passauer Domorganisten Walther Schuster. Ab 1980 studierte er in Wien (Orgel bei Michael Radulescu, Cembalo bei Gordon Murray, Dirigieren bei Karl Österreicher und Kirchenmusik). Weitere Studien führten ihn nach Amsterdam (Cembalo bei Ton Koopman) und nach Stuttgart (Kirchenmusik / Orgel bei Ludger Lohmann). Er war Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe (u.a. in Brügge und Innsbruck). Nach Lehraufträgen in Stuttgart und Wien erhielt er 1989 eine Professur für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 1995 ist er als Gastdozent am Prins Claus Conservatorium Groningen / Niederlande tätig, von 2006-2022 war er als Dozent für Orgel an der Schola Cantorum in Basel / Schweiz tätig. Konzerte, Kurse, Jurytätigkeit und Aufnahmen führten ihn in die meisten Länder Europas, nach Israel, Nord- und Südamerika, Südafrika, Japan, China und Südkorea.
