Christina Kubisch erschafft mit ihren interaktiven, räumlichen Klangskulpturen neue akustische Zugänge zur Umwelt. Im ZiMMT Leipzig zeigt sie drei ihrer ungewöhnlichen Arbeiten. Die begehbare Installation „Signals in the Dark" macht über ein Netz aus Kupferkabeln und spezielle Sensorkopfhörer jene elektromagnetischen Signale intensiv und rhythmisch hörbar, die uns im technologisierten Alltag ständig umgeben, sonst aber verborgen bleiben. „Rapunzel" ist – nur fast dem Märchen getreu – ein 40 Meter langer Zopf aus Kupferkabeln. Über 24 Kanäle verflechten sich dort, abhängig von den Laufwegen der Hörenden, die elektromagnetischen Felder moderner Lichtreklamen mit den viel älteren Klängen einer Glasharmonika, die im 18. Jahrhundert Nervenleiden lindern sollte. Die dritte Arbeit, „Groundfloor", lädt zum unbewegten Hinhören ein.
Christina Kubisch
Neue oder verborgene Realitäten wahrnehmbar zu machen, ist ein typischer Zug im Lebenswerk von Christina Kubisch. Seit den 1970er Jahren arbeitet sie als Klang- und Medienkünstlerin und hat an mehreren renommierten Kunsthochschulen gelehrt. Ihre Installationen beziehen sich meist direkt auf den Ort, an dem sie entstehen, suchen nach komplexer Raumerfahrung und verschränken Vorstellung und Realität nahtlos miteinander.
Christina Kubisch – Klangskulpturen
Immersive Klanginstallation
Im Rahmen der Reihe SWIM N°4
Öffnungszeiten:
08. – 18. Oktober 2026
DI – FR 17 – 20 Uhr / SA + SO 14 – 20 Uhr
Führungen:
SA + SO 16 Uhr
Eintritt:
5 – 10 € (MI Eintritt frei)
ZiMMT e.V.
Torgauer Str. 80
04318 Leipzig
Weitere Informationen:
https://zimmt.net/events/chistina-kubisch/
