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amarcord, Foto: Sören Baumann
amarcord, Foto: Sören Baumann

Auf Rundreise durch die A-cappella-Szene

Nach glänzendem Start wartet beim 26. Festival „a cappella“ diese Woche noch Gesang von Armenien bis New York und das Nachwuchsförderformat der „a cappella Academy“ auf das Publikum

05.05.2026 Kultur
Leika Kommunikation

Mit strahlendem Sonnenschein und einem glänzenden Einstand im Saal der Leipziger Oper startete am Freitag die 26. Ausgabe des Festivals „a cappella“. Die Festivalgastgeber amarcord feierten für sich und das Festival Premiere in der Oper und spürten dabei mit höchstem Niveau und Unterhaltsamkeit dem Lied- und Chorschaffen von Albert Lortzing und einigen seiner Zeitgenossen während des Vormärz nach. Rege Begeisterung gab es auch am Samstag in der Peterskirche beim klangprächtigen Gastspiel des spanischen Ensembles La Grande Chapelle sowie bei einer Open Stage regionaler Chöre, die open air vor der Oper zugleich für ein Stadtpicknick mit Flair (und Kostümen) des Biedermeier sorgte. Und nachdem heute die Freiburger A-cappella-Pop-Band anders ein Familienkonzert und ein Abendprogramm gibt, hält die kommende Woche noch einige weitere beachtenswerte Festivalkonzerte und Veranstaltungen parat.

Hier steht zum einen eine wahre Rundreise durch die Welt der Vokalmusik an: Am Montag tritt das Ingenium Ensemble, eine der führenden Vokalgruppen Sloweniens, auf und reist dabei musikalisch durch verschiedenste Stile und die Etappen des Lebens The Bookmarks aus Georgien geben am Dienstag ihr Preisträgerkonzert – gewannen sie doch im vergangenen Jahr den Nachwuchswettbewerb des Festivals mit einer beeindruckenden Leistung bei einem Durchschnittsalter von gerade einmal 15 Jahren! Das britische Ensemble I Fagiolini zelebriert am Mittwoch sein 40-jähriges Bestehen, während am Donnerstag das rein weibliche Nairyan Ensemble mit der traditionellen Gesangsstilistik Armeniens begeistern wird. Und am Freitag treten mit den New York Voices wahre Vocal-Jazz-Legenden beim Festival auf – es wird eine der letzten Gelegenheiten sein, das Quartett live zu erleben, gehen sie doch Ende des Jahres in den Ensembleruhestand.

Zugleich legt „a cappella“ von Donnerstag bis Samstag einen großen Fokus auf den Nachwuchs der Vokalmusikszene: In einer
„a cappella Academy“ können junge Gruppen bei Workshops und Coachings mit erfahrenen Szeneprofis arbeiten, sich breitflächig austauschen und so viele Erfahrungen mitnehmen. Unter anderem arbeiten sie mit Juan Garcia (ehemals Klangbezirk) und Winnie Brückner (Ensemble niniwe) zusammen, besuchen eine Masterclass mit dem ehemaligen King’s Singers-Bass Stephen Connolly und nehmen an einem Stimmseminar des Leipziger HNO-Spezialisten Prof. Dr. Michael Fuchs teil. Zudem treten die Gruppen in einem gemeinsamen Konzert, dem beliebten
„a cappella Showcase“, auf. Das Publikum kann den meisten dieser Veranstaltungen kostenfrei beiwohnen und sich auch auf eine Gesprächsrunde mit Simon Carrington (ebenfalls ehemaliges Mitglied der King’s Singers) freuen, der das Wettbewerbsformat von „a cappella“ viele Jahre als Juryvorsitzender begleitet hat.

Für die kommenden „a cappella“-Konzerte sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Alle Details zum Programm gibt es auf www.a-cappella-festival.de, für die a cappella Academy unter https://www.a-cappella-wettbewerb.de (Wettbewerb pausiert in diesem, Jahr), Ankündigungen, Eindrücke und Konzertfotos der Festivaltage auf den Social-Media-Kanälen des Festivals.



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