Erinnerungsarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil städtischer Identitätsbildung. Um diese voranzubringen, erarbeitet das Kulturamt der Stadt Leipzig mit Hilfe interessierter Leipzigerinnen und Leipziger einen Themen- und Handlungskatalog, mit dem eine Perspektive für eine lebendige städtische Erinnerungskultur formuliert werden kann. Den Auftakt dazu macht ein moderierter Stadtspaziergang am Sonntag, den 20. Juni 2021, um 11 Uhr mit Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, der unter Einhaltung gültiger Hygieneregeln vor der Alten Börse auf dem Naschmarkt startet. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung bis zum 17. Juni 2021 unter kulturamt@leipzig.de gebeten.
Im Rahmen weiterer Stadtrundgänge können sich Interessierte an der Entwicklung und Diskussion zu Themen der Erinnerungskultur für Leipzig einbringen. Ziel ist es, einen lebendigen Prozess des Austauschs, Vernetzens und Diskutierens über das Thema in Gang zu setzen und den Fokus dabei besonders auf die Praxis zu richten. Dazu sollen auch Impulsvorträge, eine Bürgerumfrage und weitere Veranstaltungen zum Thema beitragen.
Angesichts der thematischen Vielfalt und der Vielzahl der Akteure, die das Gedenken und Erinnern in Leipzig verantwortlich mitgestalten, wird im nächsten Schritt ein öffentlicher Arbeitsprozess unter Einbeziehung der hauptamtlichen und zivilgesellschaftlich engagierten Akteure der städtischen Geschichtskultur gewählt.
Einen thematisch geeigneten Rahmen dafür bietet die Sonderausstellung „Kennzeichen L - Eine Stadt stellt sich aus“ des Stadtgeschichtlichen Museums, die vom 16. Juni bis 26. September zu sehen ist. Diese fragt nach neuen und alten Identitäten für Leipzig. Der partizipative Ansatz der Konzeption, die ein Begleitprogramm mit unterschiedlichen Beteiligungsformaten und Kooperationspartnern und Aktionsflächen in der Ausstellung sowie im museumsnahen Stadtraum vorsieht, geben einen guten Rahmen für den Start zur Erarbeitung des Konzeptes zur Erinnerungskultur.
