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Film: Spur der Steine, Foto: DEFA-Stiftung, Klaus D. Schwarz
Film: Spur der Steine, Foto: DEFA-Stiftung, Klaus D. Schwarz

Architekturfilmreihe zeigt DEFA-Klassiker „Spur der Steine“ von Frank Beyer

25. August 2026 um 18 Uhr im UT Connewitz

17.08.2026 Veranstaltungen
Stadt Leipzig

Das 1966 zunächst in der DDR uraufgeführte und dann für mehr als 20 Jahre im Giftschrank verschwundene cineastische Kleinod „Spur der Steine“ ist kein Film über Architektur. Es ist ein Film über die, die Architektur im Sozialismus geschaffen haben: Die Bauarbeiter, und, ganz konkret die Zimmermänner. Die Reihe „Architektur im Film“ zeigt den Klassiker am 25. August 2026, 18 Uhr, im UT Connewitz (Wolfgang-Heinze-Straße 12a, 04277 Leipzig). 

„Spur der Steine“ erzählt dabei von Brigadier Hans Balla, gespielt von Manfred Krug, der auf der Großbaustelle in Schkona schafft und seine Truppe Zimmermänner mit unkonventionellen Methoden zu Höchstleistungen anspornt. Er legt sich dabei mit dem neuen Parteisekretär (Eberhard Esche) an und konkurriert mit ihm um eine Frau (Krystyna Stypułkowska). Regisseur Frank Beyer ging der DDR-Führung mit seinen Schilderungen von Pfusch, Planerfüllung und einem moralisch fragwürdigen Parteisekretär entschieden zu weit. Die DEFA-Produktion konnte erst 1989 rehabilitiert werden – und ist heute gleichwohl zeitlos und ein wichtiges Stück Filmgeschichte.

Die Veranstaltung im UT Connewitz beginnt um 18 Uhr mit einer kurzen Begrüßung durch die Koordinatorin für Baukultur, Nora Gitter. Passend zum Filmtitel stellt Dr. Stephanie Weismann vom Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) dann die Idee der „Leipziger Pflastergeschichte/n“ vor: Das Projekt lädt Menschen dazu ein, eine Anekdote, ein persönliches Erlebnis zum Bodenbelag in der Stadt zu teilen – egal ob zu Resten vom Holzpflaster am Alten Rathaus oder zu Kupferschlackesteinen unterm Asphalt der Thomasiusstraße. So soll gemeinsam Stadtgeschichte geschrieben werden. Gegen 19 Uhr wird „Spur der Steine“ gezeigt. 

„Architektur im Film“ ist eine Reihe des Zentrums für Baukultur Sachsen (ZfBK) zusammen mit der Stadt Leipzig. Gezeigt werden einmal im Monat Kino- und Fernsehproduktionen, die das Thema Architektur auf herausragende Weise aufbereiten oder darstellen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist jeweils frei. 

Nächster Termin der Reihe ist am 22. September 2026, 18 Uhr, im Grassimuseum mit dem Film „Erich Mendelssohn – Visionen für die Ewigkeit“ von Duki Dror. Weitere Informationen sowie das Programm für das zweite Halbjahr gibt es online unter www.leipzig.de/netzwerk-baukultur.



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