Was bereits seit fünf Jahren für die Touren im Kernbereich Leipzigs galt, betrifft nun auch alle Stadtteile: Die Verwaltung befördert ihr (internes) Postaufkommen ab August ausschließlich mit Lastenfahrrädern - die zuletzt noch eingesetzten vier Elektro-Kfz haben damit für städtische Kurierfahrten ausgedient.
“Lastenräder sind kleiner und wendiger, können Baustellen oder Verkehrsstaus flexibler umfahren und an den Liegenschaften sind sie nicht zwingend auf straßennahen Parkraum angewiesen“, begründet Anja Soisson, amt. Leiterin des Amtes für Digitales und Organisation im Dezernat Allgemeine Verwaltung. „Zugleich wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und unseren Teil zum Erfolg der Verkehrswende in Leipzig beitragen“.
Trotz rückläufigen Analog-Schriftverkehrs bleibt das Aufkommen zwischen den 280 im Kurierdienst vernetzten Objekten (Dienststätten, Behörden, Einrichtungen und Schulen) beträchtlich. Im Jahr 2025 hat die Stadt rund eine halbe Million Postsendungen, darunter Briefe und Pakete, zentral erhalten und diese an die jeweiligen Adressaten verteilt. Darüber hinaus wurden anno 2025 rund 2,2 Millionen Sendungen verschickt, welche zum größten Teil via Kurierdienst in die zentrale Poststelle im Neuen Rathaus transportiert und zum Versand durch Logistiker wie LVZ-Post oder DHL vorbereitet werden mussten.
Um alle anfallenden Sendungen in den städtischen Lastenrad-Kurierdienst zu integrieren, schloss die Stadt einen weiteren Vertrag mit dem Leipziger Unternehmen FULMO Kurierunion GbR, welches den Innenstadt-Kurierdienst seit Jahren zuverlässig abdeckt und nunmehr alle Liegenschaften im Stadtgebiet per Lastenrad ansteuert. Insgesamt sind damit ab August für die Stadt Leipzig fünf Kurierfahrerinnen und -fahrer mit fünf Lastenrädern im Einsatz.
